Popularmusiker in der provinz



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Sana27.06.2017
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Kurzbeschreibung der interviewten Personen und Gruppen


Aus Gründen der Anonymisierung wurden für die in den folgenden Kapiteln genannten Personen und Musikgruppen die unten aufgelisteten Kürzel/Code-Na-men eingeführt.

Die kursiv-geschriebenen Bezeichnungen gehören zu Akteuren aus den Interview-Gruppen 6:

1) Interviews mit Musikern/ehemaligen Musikern,

2) Gedächtnisprotokolle von Telefon Interviews und

3) Interviews mit Gruppen/Combos

Angehörige der Interview-Gruppe 4) - Nicht-Musiker - sowie Mitglieder des “Dunstkreises” der interessierenden “Szene” oder von einzelnen darin vorkommenden Ensembles, bisweilen aber auch Angehörige anderer “benachbarter Szenen”, werden im folgenden mit nicht-kursiven Kürzeln benannt.



1) Interviews mit Musikern/ehemaligen Musikern :



1) DJ. :

    DJ betätigte sich zum Interviewzeitpunkt noch als Discjockey und als “Live”-Musik-Programmgestalter in einer Osnabrücker Großdiskothek. Davor arbeitete er als Künstlerbetreuer beim WDR-Fernsehen für die “Rockpalast”-Reihe.

2) Paradiddle :

    Paradiddle ist Schlagzeuger und Instrumentallehrer. Sein Berufswunsch war zum Zeitpunkt des Interviews, Profimusiker zu werden. Er verfügt über einschlägige Erfahrungen im Bereich der Popularmusikförderung.

    3) Pharma :

    Pharma ist gebürtiger Holländer, der sein Schlagzeugspiel vornehmlich auf Hobby-Basis ausübt. Die erfolgreiche Ausübung seines “bürgerlichen” Berufes hat für ihn Priorität. Mitglieder seiner Blues-Band haben jedoch professionelle Ambitionen im Hinblick auf die gemeinsame musikalische Tätigkeit.

4) Lehrer :

    Lehrer ist Jazz-Gitarrist. Er befindet sich zum Interviewzeitpunkt in einem Lehramtsstudium, da ihm die Chancen als Profi zu arbeiten als zu unsicher erscheinen. Gemeinsam mit Paradiddle sind ihm seine negativen Erfahrungen bei der niedersächsischen Popularmusikförderung speziell im Jazz-Bereich.

5) Lederjacke I. (Interview v. 2.2.1988) :

    Im ersten, von Mitarbeitern des Musikbüro OS durchgeführten Interview äußert sich Lederjacke vornehmlich über seine Sichtweise der lokalen Gegebenheiten, über seine Stilpräferenzen sowie über seine Band und deren in Aussicht stehender Karriere, zumal zum Interviewzeitpunkt gerade ein Kontrakt mit einer großen deutschen Tonträgerfirma bestand.

6) Lederjacke II. (Interview v. 2.9.1996) :

    Im zweiten Interview äußert sich Lederjacke häufig retrospektiv über seine wechselvolle “Profi”-Karriere. Auffällig ist die innere Distanz zu seiner musikalischen Laufbahn.

7) Harley :

    Harley ist im Besonderen von dem Aspekt des “Pop-Star-Sein” beeinflußt. Der Beginn seiner musikalischen Tätigkeit ist eng mit Drogenkonsum verbunden. Er spielte zusammen mit Lederjacke in verschiedenen Combos.

8) Hobby :

    Hobby ist gebürtiger Ahrensburger. Er absolvierte zum Interviewzeitpunkt in Osnabrück ein Jura-Studium, das für ihn Priorität besaß. Er war zeitweilig Vorsitzender der örtlichen Musikerinitiative, sieht seine musikalische Tätigkeit aber als Freizeitbeschäftigung, zumal er seine musikalischen Fähigkeiten als eher gering einschätzt.


9) Spaß II (Interview v. 3.6.1995) :

    Spaß ist einer der älteren Interviewten, der bereits in der lokalen Beat-Szene der 60-er Jahre aktiv Musik machte. Nach einem “Abstecher” in den Bereich der “progressiven Rockmusik” und nach langer Tätigkeit als Tanzmusiker ist Spaß heute Junior-Chef eines Geschäfts für Inneneinrichtung. Allerdings ist er immer noch als Schlagzeuger im Jazz-/Jazz-Fusion-Genre tätig.

10) Vagabund :

    Vagabund ist gebürtige Dortmunderin, lebte aber zum Interviewzeitpunkt in Osnabrück, wo sie sich eine Zeitlang hauptsächlich als Mutter betätigte. Sie blickt auf eine bewegte musikalische Tätigkeit mit langjährigen Auslandsaufenthalten und einer Phase zurück, in der sie tiefe Einblicke in die Abgründe des Musikgeschäfts gewinnen konnte.

11) Beat :

    Beat war wie Spaß bereits in den 1960-er Jahren während der lokalen Beat-Welle aktiv. Seine derzeitige Combo gewann einen Talentwettderb und bekam einen Agenturvertrag, der zeitweilig eine auskömmliche Tätigkeit als “Profi”-Musiker sicherstellen konnte. Diese führte u.a. zu längeren Auslandsaufenthalten (Schweiz), wo Beat auch in Kontakt mit der örtlichen “Rot-Licht-Szene” kam.

12) Gala :

    Gala war - zum Zeitpunkt des Interviews zumindest - Chef einer lokal renommierten Tanz-Kapelle, arbeitete aber eigentlich als Lehrer.

13) Side-man :

    Side-man arbeitete als Keyboarder für verschiedene bekannte deutsche Künstler. Er genoß in den frühen 1970-er Jahren einen Lokalmatadoren-Status und spielte seinerzeit mit zwei lokalen Ensembles des “progressiven” Rockmusik-Genres selbstproduzierte Schallplatten ein.

14) Profi :

    Profi begann parallel zu seiner Banklehre zunächst als Tanzmusiker. Er absolvierte ein Studium am Konservatorium der Stadt Osnabrück und arbeitet dort noch heute als Instrumentallehrer. Profi´s Hauptinteresse liegt aber bei seiner Blues-Band, die nationales Renommee genießt und eine Vielzahl von Tonträgern veröffentlicht hat.

2) Gedächtnisprotokolle von “Telefon-Interviews” :



15) Bassistin spielte zum Interviewzeitpunkt Bass in der Band Funk-rock.

16) Journalist spielte Keyboards bei Funk-rock. Heute ist er im Hauptberuf als EDV-Fachmann für ein großes örtliches Unternehmen der Papier-herstellenden Branche tätig und schrieb in der Vergangenheit für diverse Osnabrücker Printmedien zu popularmusikalischen Themen, vorzugsweise Konzertrezensionen.

17) Langer war Gitarrist in der Band Deutsch-rock. Nach seiner musikalischen Tätigkeit und nach Absolvierung des Studiums arbeitete er für einen landesweiten Verband, der sich mit der Förderung der Popular-Musik befaßt. Was er mittlerweile beruflich macht, ob er noch popularmusikalisch tätig ist, ist nicht bekannt.

18) Humor begann als Bassist von Deutsch-rock. Er ist heute Mitglied einer lokalen “Comedy-Rock”-Band. Diese zeichnete in der Vergangenheit für einige Skandale verantwortlich, die zwar ein gewisses nationales Aufsehen erregten, für das besagte Ensemble jedoch z.T. fatale Folgen zeitigten.

19) Spaß I. äußerte sich im Interview vom 25.8.85 über die Genese seiner eigenen musikalischen Tätigkeit sowie über die damaligen Umstände des lokalen Beat-Booms der 60-er Jahre. Ebenso beschreibt er seine weitere musikalische Laufbahn, insbesondere hinsichtlich der von ihm ausgeübten Stile vor dem Hintergrund des Wandels der Moden - Stichwort : “Traditionen”.


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