Popularmusiker in der provinz



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Wilde Westen an. Trinkfeste Männer spielen Cowboy, Sheriff und Bürgerkrieg”/DIE WOCHE v. 30.1.1998

458) “WDR-III”-Fernsehen, “Lokalzeit”, Sendung vom 24.9.1997, ca. 10.50

459) vergl. “Vorstudie 81/82”

460) siehe “Rockmusiker - Verbandsblatt des Deutschen Rockmusikerverbandes e.V.”, 1/87, S. 20 ff., insbes. S. 24

461) vergl. Spaß I./“Nachtrag über Stars”

462) Über die Arbeitsmarktchancen von Examinanten von an BRD-Musikhochschulen z.T. seit Beginn der 1970-er Jahre bestehender Jazz- bzw. Popularmusik-Klassen existiert z.Zt. anscheinend noch wenig aufschlussreiches Datenmaterial. So wurden z.B. im “Musik-Almanach 1996/97” Zahlen des “Deutschen Musikrates” veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass in derartigen Ausbildungszweigen im WS 1992/93 insgesamt 406 Studierende eingeschrieben waren und wozu die Angabe gemacht wird, dass die Studienrichtung “Jazz und Popularmusik” seit dem WS 1992/93 überhaupt erstmalig in einer Studentenstatistik auftauche (“Musik-Almanach 1996/97” 1995, S.16). Über die Frequentierung vergleichbarer Angebote, die seitens verschiedener Konservatorien und/ oder Fachakademien gemacht werden, finden sich keine Daten. Derselben Publikation ist zu entnehmen, dass die Anzahl der von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten betriebenen Jazz-Big-Bands sich auf insgesamt vier beläuft - mit einem durchschnittlichen Planstellenaufgebot für 17 Musiker pro Ensemble. Unter den privaten Rundfunk- und Fernsehanstalten findet sich keine, die einen vergleichbaren Klangkörper unterhält (“Musik-Almanach 1996/97” 1995, S. 567-577 u. S. 648-657). Es sollte jedoch nicht angenommen werden, dass die musikalische Praxis derartiger Ensembles überwiegend durch die Aufführung von Jazz-Kompositionen bestritten würde. Die “Pflege” anderer “Orchester-gerechter” Genres der sog. “leichten Musik” spielt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine große Rolle - z.B. taucht die Big-Band des SDR im “Musik-Almanach 1990/91” noch unter der Bezeichnung “Süd-funk-Tanzorchester” auf (“Musik-Almanach 1990/91” 1989, S. 521). Dem “Musik-Almanach 1990/91” kann ferner entnommen werden, dass sich zu Ende der 1980-er Jahre die Anzahl der von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten betriebenen Jazz-Big-Bands und/oder Tanz-Orchester mit vergleichbarer Ensemblestärke und “musikalischer Ausrichtung” auf insgesamt fünf belief (“Musik-Almanach 1990/91” 1989, S. 516-525, vergl. auch Fischer 1995, ebenso UDJ-Info I/1990).

463) vergl. Ahnert 1997

464) WDR 5, 30.5.97, ca. 12.45

465) I.d.R. werden “überregional” ausgerichtete Suchaktivitäten schon aus Gründen der “technischen Abwicklung” der musikalischen Tätigkeit ausgeschlossen : Das meistens mehrmals wöchentliche Proben würde - wegen der Anreisen - für auswärtige Mitspieler mit hohem Zeit- und Geldaufwand zusammengehen oder sogar ein Übersiedlung nach Osnabrück erforderlich machen.

466) Einzelne Angehörige der untersuchten “Szene” versuchten der Umwelt bisweilen gerne einen Eindruck ihres angeblichen Erfolges durch ostentative Zurschaustellung von aus musikalischer Tätigkeit resultierender wirtschaftlicher Prosperität zu vermitteln.

467) vergl. Ullrichs Ausführungen zur Kultur der “Swings” im Nazi-Deutschland der 40-er Jahre in : Ullrich 1990

468) vergl. Goodman 1984 sowie ders. 1995, S. 56/57 ; ebenso Farnsworth 1976, S. 35

469) z.B. in der Fernsehserie “Beatclub”

470) Z.B. in der Weise, dass das Ouevre des Dichters Arthur Rimbaud, dessen Drogen-Experimente manchmal für Entstehen und Faktur einiger seiner Gedichte verantwortlich gemacht werden, derzeit eine gewisse Renaissance erlebte.

471) Z.B. konnte gelegentlich beobachtet werden, dass lokale Ensembles sich akribisch darum bemühten, auch weniger bekannte Werke der Popularmusik speziell eines bestimmten Zeitraumes möglichst authentisch widerzugeben.

472) Zumindest gemäß den in der “Vorstudie 81/82” abgegebenen Statements dürfte Letzteres häufiger der Fall gewesen sein.

473) vergl. Luhmann 1996, S. 96 ff.

474) Nicht selten steht die Wahrnehmung seitens Musikschulen gemachter popularmusikalischer Offerten vor dem Hintergrund, dass jugendliche Interessenten bestimmte in den Massenmedien vorkommende popularmusikalische Genres, Instrumentaltechniken o.ä. gerne selbst beherrschen möchten,

475) Im einzelnen Fall sollte eine solche “Berührung” für die betreffenden Akteure sogar in gewisser Weise fatale Folgen nach sich ziehen (z.B. New-wave).

476) Vergl. “Hype”, Film über die “Grunge-Szene” der US-amerikanischen Stadt Seattle von Doug Pray, USA, 1995 : Das Beispiel der “Seattle-Szene” zeigt, dass US-amerika-nische Massenmedien sich erst dann für dieses Popularmusik-Genre zu interessieren begannen, nachdem sich die Musikwirtschaft bzw. eine sich cleverer Marketing-Strategien bedienende Schallplattenfirma seiner angenommen hatte.

477) vergl. Kleinen 1983 ; Lyng 1990, S. 164

478) In den Kontext dieser Interpretation kann u.U. der zu Beginn der 1990-er Jahre in Osnabrück zu verzeichnende “Boom” mit selbstinitiierten CD-Veröffentlichungen von Musikgruppen aus der untersuchten “Szene” gestellt werden.

479) Z.B. dass sich auf dem popularmusikalischen Gebiet “Erfolg” für die Akteure dann einstelle, wenn diese “gut” wären, was auch immer unter “gut” zu verstehen ist.

480) vergl. Luhmann 1996, S. 169 ff.

481) Popularmusik als Ausdruck der “Kritik” am bestehenden wirtschaftlichen und/oder politischen “System”, an der “herrschenden Moral”, als musikalische Vergegenständlichungsform von “Generationskonflikt” u.ä. - vergl. Urban, Zimmer, Spengler u.a.m.

482) Zwar bemüht sich die musikalische Rezeptionswissenschaft um den “exakten” Nachweis, ob und wie die Musik-Rezeption im Allgemeinen durch “Information von außen” beeinflusst werden kann. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass rezeptionswissenschaftliche Befunde i.d.R. “Labor-Situationen” entnommen werden, die kaum dem “Alltag” zumindest der Akteure aus der in dieser Studie untersuchten “Szene” entsprechen dürften. Wir meinen demgegenüber gezeigt zu haben, dass die konkrete Darstellung langzeitlicher Effekte, die solche Items wie “Massenmedien-Einfluss” im täglichen Leben der Menschen bewirken können, nur auf dem von uns gewählten Weg erfolgen kann, will man nicht Gefahr laufen, sich in “virtuellen statistischen Welten” zu verlaufen.


483) Einer der Akteure verortete z.B. in der Popularmusik der 1970-er Jahre deutliche Anregungen.

484) Ein Aufscheinen Popularmusik-bezogener “Wertigkeit” bzw. sogar von “Ideologie” wird im Fall eines lokalen Akteurs angenommen, dessen “Image-Kreation” eine weniger ausgeprägte Orientierung auf hedonistische, mit der popularmusikalischen Tätigkeit zusammengehende Aspekte aufzeigte. Der Akteur lieferte eher das Beispiel eines “Musik-Arbeiters”, der es vermittels seiner musikalischen Tätigkeit inzwischen zu einer gewissen wirtschaftlichen Prosperität sowie zu lokaler Prominenz gebracht hatte und der darüber hinaus - als “authentischer” Vertreter eines bestimmten Popularmusik-Genres - anscheinend Wert darauf legte, dass solche Episoden seiner “musikalischen Vergangenheit”, die von ihm mit Tätigkeiten im Tanzmusik-Bereich bzw. im Bereich der “volkstümlichen Unterhaltungsmusik” verbracht wurden, eher nicht berührt bzw. verschwiegen wurden. Zumindest machte er im Interview diesbezüglich nicht ganz korrekte Angaben.

485) Es gab in dem referierten Zeitraum von 30 Jahren lokaler Popularmusik überhaupt nur einen einzigen lokalen Künstler, der sich dauerhaft in der “Welt der professionellen Popularmusik” etablieren konnte, und dieser Künstler firmierte gegenüber der untersuchten “Szene” eher als “Außenseiter”.

486) Z.B. war ein in der “Vorstudie 81/82” vorkommender Musiker seinerzeit angeblich deswegen von Schottland in die BRD übersiedelt, weil er sich in der BRD bessere professionelle Chancen erhofft hatte.

487) Zumindest wäre der bei der Erörterung des “kognitiven Dissonanz”-Aspektes aufscheinende Aspekt der “sozialen Isolation” in der Richtung des genannten “Selbstvergewisserungs-Effektes” interpretierbar : Sich auf die Gesellschaft anderer zu beschränken, die bezüglich des professionellen Aspektes der popularmusikalischen Tätigkeit ähnlichen Auffassungen bzw. Irrtümern anhängen oder die wenigstens keine konträren Ansichten vertreten.

488) Zumindest in den dargestellten Fällen handelt es sich bei den Ausübenden solcher Tätigkeiten überwiegend entweder um “aktive” Angehörige des unter 4.2) subsummierbaren “professionellen” Teiles der untersuchten “Szene” oder um Akteure, die aus diesem Bereich ganz - manchmal nur zeitweilig - “ausgestiegen” waren.


489) Auch für “Außenseiter” der untersuchten “Szene” ergab sich hier bisweilen die Chance einer zeitweiligen beruflichen Konsolidierung mit Bezug zum Popularmusik-Bereich. Über die Teilnahme an ABM- bzw. Qualifikationsmaßnahmen des Arbeitsamtes hatte sich zumindest für einige der “Vorstudien”-MusikerInnen eine Zugangsmöglichkeit zu einer “bürgerlichen” beruflichen Karriere ergeben.

490) Der “Aussteiger” wirkte in den 1990-er Jahren zeitweilig als “Mentor” seines Sohnes, der - inzwischen herangewachsen - ein Faible für musikalische Tätigkeit im Bereich der 1960-er-Jahre-Beatmusik entwickelt hat.


491) Solches Denken mag zumindest vor dem Hintergrund als “utilitaristisch” interpretiert werden, als dass eigentlich niemand so genau zu wissen scheint, wie man professioneller Popularmusiker wird und - vor allem - was man dafür “können” muss (vergl. Niketta & Volke 1994a, S. 131).


492) Ein ”Lick” ist - ähnlich wie ein ”Riff” - eine kurze, manchmal sich wiederholende Tonfolge, beim Schlagzeug eine Schlagfolge.



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