Schriftenreihe des törpiner forums e. V. Landwirtschaft Zur Geschichte Vorpommerns Herausgeber



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SCHRIFTENREIHE DES TÖRPINER FORUMS E.V.


Landwirtschaft

Zur Geschichte Vorpommerns


Herausgeber

Helmut G. Pratzel

Unter Mitarbeit von

Ulrich Michael, Kurt Fischer, Kornelia Böttcher,
Gabriele Schwertfeger, Renate Deage, Karin Hinz

Herausgeber:

Univ.-Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel
Törpiner Forums e.V.

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt:

I.S.M.H. Verlag

Törpin 13, D-17111 Sarow,

Tel. +49 (0) 39996 70135

Fax +49 (0) 39996 70137

Druck: I.S.M.H. Verlag

Alle Rechte, wie Nachdruck, Vervielfältigungen jeder Art, Vortrag, Funk, Tonträger- und Fernsehsendungen sowie Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, behält sich der Verlag vor.

© Copyright 2010 by I.S.M.H. Verlag

1. Auflage Januar 2010


Inhaltsverzeichnis


Die Landwirtschaft nach 1945 5

Die Bodenreform 5

Die Bodenreform in Ganschendorf und Sarow 6

Die Bodenreform in Gehmkow 9

Bodenreform in Törpin 10

Bauernhöfe werden zu Ruinen 11

Kollektivierung der Landwirtschaft „Sozialistischer Frühling“ 13

Gehmkow 15

Ganschendorf und Sarow 15

Törpin 17

Die Landwirtschaft in den 60er Jahren bis heute 19

Ganschendorf 19

Landwirtschaft in Ganschendorf ab 1960 19

Die Bodenreform in Törpin 32

Das Jahr 1966! 36

Aus dem Tagebuch eines Genossenschaftsbauern 47

Wenn die Tiere versorgt sind, dann wird geackert 49

Die Bauern und Güter in Ganschendorf und Sarow von 1844 bis 1939 51

Die Strasse zwischen Ganschendorf und Gatschow 55

Zur Arbeitsorganisation der Gemeinde Ganschendorf 57

Zeitabschnitt: 2. Weltkrieg 1939 bis sozialistischer Frühling 1960 60




Die Landwirtschaft nach 1945

Die Bodenreform


Am 2. September 1945 legte der Vorsitzende der KPD, Wilhelm Pieck, auf einer Bauernversammlung in Kyritz/Brandenburg das Programm zur Durchführung der Bodenreform dar. Die Teilnehmer forderten in einer Entschließung die Aufteilung des Bodens der Großgrundbesitzer über 100 ha. Die Besitzer der Güter waren enteignet und vertrieben worden .Kleinen Bauern, Landarbeitern und Kriegsvertriebenen sollte diesen Boden als ihr Eigentum übertragen werden. Wilhelm Pieck hatte die Losung verkündet „Junkerland in Bauernhand“. Die Verordnungen gaben Auskunft über die Handhabung der Bodenreform. Ihre Durchführung selbst lag in den Händen des werktätigen Volkes. Auch in den vorpommerschen Dörfern wurde die Bodenreform zur umfassenden Dorfbewegung. Viele Flüchtlinge hatten sich in den Dörfern angesiedelt und auch die ehemaligen Tagelöhner verlangten nach eigenem Boden, um die Familien wieder ernähren zu können.

Es wurden Gemeindebodenkommissionen gebildet, die dafür zuständig waren, dass das Land ordnungsgemäß aufgeteilt wurde. Laut Verordnung waren folgende Personen berechtigt, Land zu erhalten:



  1. Landarbeiter, die auf den enteigneten Gutshöfen als Deputaten gearbeitet haben,

  2. Flüchtlinge, die ihre Scholle und Existenz verloren hatten,

  3. Frauen, die schon in der Landwirtschaft gearbeitet haben und auch in der Lage waren, eine Siedlung selbst zu bewirtschaften. Es war gleichgültig, ob ihre Männer aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren oder nicht.

  4. Stand dann noch Siedlungsland zur Verfügung, konnten auch ehemalige nominelle Mitgliedern der NSDAP, die sich in der Partei oder anderen Gliederungen nicht beteiligt haben, bei der Vergabe von Siedlungsland Berücksichtigung finden.

Für das erhaltene Land (5 bis 10 ha je nach Bodenqualität) musste jeder ein geringes Entgelt zahlen.

In diesem Zeitraum brauchten die Flüchtlinge zur Wiedereinrichtung einer neuen Wirtschaft einen Wirtschaftsraum und etwas Stallplatz. Auf den Bauernhöfen und auf dem Gut wurde jede Möglichkeit genutzt, um bis zur Fertigstellung der ersten Siedlungshäuser eine Gelegenheit zu finden.

1947 begannen auch schon die ersten Bauarbeiten der Neubauernhöfe. Es waren mehrere Baugruppen, die an den Häusern arbeiteten. Der Befehl Nr. 209 der sowjetischen Militärverwaltung schrieb die Bauweise und die Finanzierung vor. Der Kostensatz war für die großen Häuser 12 000 Mark und für den kleinen Typ 6 000 Mark. Die Finanzierung regelte man bei der Raiffeisenbank über langjährige Abzahlungskredite. Die Siedlungshäuser mussten außer mit Steinen und Kies mit etwas Zement und Kalk errichtet werden. Für ein Gebäude gab es nur bis 10 Zentner Zement auf Zuteilung. Die Mauersteine konnten von Tutow geholt werden, sie stammten vom Abbruch der Kasernen und Gebäude des Flugplatzes. Private Fuhrunternehmer und auch die MAS (Maschinenausleihstation) sorgten für den Transport der Baumaterialien.

Nach dem Zusammenbruch der Wirtschaft im Land, nach einem verlorenen Krieg, standen die Dörfer vor einem großen Abgrund. Die sowjetische Militärverwaltung kannte die Gepflogenheiten des Landes und der Dörfer nicht und so kam es oft zu Problemen, die dann von beherzten Männern geklärt wurden. In den Dörfern bildeten sich Vereinigungen der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Besonders wichtig war dies in den Dörfern, in denen Bauernhöfe und Güter über 100 ha durch die Bodenreform besiedelt wurden.


Die Bodenreform in Ganschendorf und Sarow


Der Bodenkommission gehörten in Ganschendorf Karl Schumacher als Vorsitzender, Karl Koß und Max Wilk an.

In Sarow wurden ähnliche Maßnahmen durchgeführt Der Vorstand der Bodenkommission hatte die Regie über die Vermessungsarbeiten. Das Vermessen selbst machten Herr Rohwedel vom Katasteramt und Herr Deichmann als Architekt. Nach der Vermessung der Äcker, Wiesen und Waldflächen ermittelte eine Verlosung die Besitzer. Da die hiesigen Waldflächen nicht ausreichten, konnten aus dem Kentzliner und Grammentiner Wald noch Parzellen mit verlost werden. Auch wurden in der Nähe der Dörfer Parzellen ausgemessen, die dann als Baustellen dienten. Im Frühjahr 1946 erfolgte die Verlosung der Ackerflächen, der Baustellen, der Gutswohnungen und Stallungen.



Hans Schröder hatte das erste fertige Haus in Ganschendorf, es konnte 1948 bezogen werden. Bis zur Fertigstellung der Wohn- und Stallgebäude der Neubauern wohnten im Dorf alle sehr beengt, Stallungen stellten die alten Gutsgebäude in geteilter Form zur Verfügung. Pferde und Zugochsen, Milchkühe und auch Maschinen konnten über die VdgB in geringer Anzahl durch Verlosung erworben werden. Man war nach den Entbehrungen des Krieges und der Flucht ein genügsames Volk geworden. Die Kriegsjahre und die Flucht aus ihrer Heimat brachten viele Dorfbewohner um ihr Hab und Gut. Unter anderem war auch die Bekleidung sehr dürftig. Wäsche und Kleidung konnte kaum gekauft werden. Schwarzhändler oder „Hamsterer“, in der Hauptsache Berliner, kamen in die Dörfer und tauschten Textilien gegen Lebensmittel (Mehl, Eier, Kartoffeln, Speck, Enten und Hühner). Nachdem sich die Wirtschaften gefestigt hatten, konnten über den Verkauf von „Freien Spitzen“ Bezugsscheine für Stoffe und Wäsche erworben werden. Tüchtige, erfahrene Landwirte kristallisierten sich bald heraus. Es gab aber auch Menschen, die einen anderen Beruf erlernt hatten. Sie konnten mit der Siedlung nicht fertig werden, gaben diese ab und gingen ihrem eigentlichen Beruf nach. Die abgegebenen Siedlungen wurden von der Bodenkommission zurückgenommen, entweder an andere Bewerber neu vergeben oder in Parzellen geteilt und als freie Flächen vergeben. In Ganschendorfgab es 88 Neubauernstellen, davon haben 31 Siedler ein Haus gebaut.

Im Ortsteil Sarow der Gemeinde Ganschendorf vollzog sich 1945 auch eine große Wende. Das Gut, 1045 ha groß, welches über Generationen seit 1878 von der Familie Böbs als Pachtgut bewirtschaftet wurde, hatte plötzlich keinen Herrn mehr. Als Dorfältesten setzte die russische Kommandantur Herrn Reinhold Stöwesandt ein, später Erwin Holdt. Von 1945 bis 1948 war der Ortsteil Sarow eine selbständige Gemeinde und hatte auch seine eigene Verwaltung. Die Bodenreform ging auch hier zügig voran. Die Aufmessung der Ackerflächen und des Grünlandes wurde ebenfalls vom Katasteramt Demmin durchgeführt. Als Hilfspersonen waren Albert Neumann und Wladislaw Wesolowski eingesetzt. Es waren 125 Siedlungen in der Größe zwischen 5 und 10 ha ausgemessen. 41 Neubauern machten Gebrauch vom Bau einer Neubauernstelle. Siedler, die eine Altbauwohnung gelost hatten, bauten sich einen Stall dazu und konnten so recht gut mit der Siedlung fertig werden. Bis zur Fertigstellung der ersten Neubauerngehöfte war es im Dorf ein sehr beengtes Leben.

Im Gutshaus wohnten 36 Flüchtlingsfamilien und auch die damals noch stehende Schäferecke bot vielen Familien eine Unterkunft. Der große Kuhstall vom Gut und auch andere Gutsgebäude gaben den Neubauern Möglichkeiten, eine Viehwirtschaft aufzubauen. Die Viehbestände der 36 Familien, die im Gutshaus wohnten, waren fast alle im Kuhstall des Gutes untergebracht. Mit der Fertigstellung der ersten Neubauerngehöfte wurde das Leben im Dorf auch erträglicher und es gab schnell einen Aufschwung bei den meisten Neubauern. In Sarow bildeten sich nach dem Kriege bestimmte Zentren. Der Gutsspeicher wurde 1945 der neugebildeten Dorfgenossenschaft als Eigentum übergeben. Aus der Dorfgenossenschaft bildete man später die VdgB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe), und der Speicher wurde vom Erfassungs- und Aufkaufbetrieb genutzt. Die Neubauern und Bauern der Gemeinde konnten ab 1946 ihr Getreide und andere Produkte in Sarow abliefern. In dem unteren Teil des Speichers richtete die VdgB/BHG (BHG – Bäuerliche-Handels-Genossenschaft) eine Warenabteilung und Kassenverwaltung ein. Für die Bauern der Gemeinde war es eine gute Einrichtung, denn hier wurde alles, was in der Wirtschaft gebraucht wurde, angeboten und auch auf Kreditbasis verkauft, so Futtermittel, Dünger, Brikett, Gummiwagen, Acker- und Stallgeräte, Arbeitsbekleidung und vieles mehr. Der finanzielle Geschäftsablauf der Bauern wurde voll über die BHG abgewickelt, so war es für die Kontoinhaber eine bequeme Sache. Die MAS/MTS leisteten mit der BHG eine gute Zusammenarbeit und war dadurch auch für die Bauern eine große Hilfe.

Abbildung: Speicher Sarow


Die Bodenreform in Gehmkow


Als der Krieg im Jahre 1945 vorbei war und andere Personen an die Macht kamen, wurde auch das Gut Gehmkow aufgeteilt. In Gehmkow war eine Fläche von 439,24 ha Land aufzuteilen, davon 36,78 ha Wald. 82 Bewerber wurden berücksichtigt.

Tabelle: Landaufteilung während der Bodenreform



25

Landarme

36,42 ha

Land







4

Landlose

22,29 ha

Land







38

Landarbeiter

231,64 ha

Land

10,15 ha

Wald

15

Flüchtlinge

104,00 ha

Land

7,4ha

Wald

Für Baupläne, Sandgrube, neu zu verlegende Wege und Unbrauchbares blieben 27,34 ha. Das ergab eine Gesamtsumme von 421,69 ha Land und 17,55 ha Wald.

Die Überreichung der Besitzurkunden hatte am 15.11.1945 in feierlicher Form in Kaslin stattgefunden. Der Vorsitzende der Gemeindekommission für Bodenreform war Gustav Warnemünde.

Folgende Landarbeiter hatten Land erhalten: Fritz Eggert, Wilhelm Baumann, Fritz Baumann, Albert Baumann, Karl Baumann, Walter Brumshagen, Otto Mietzner, Fritz Mietzner, Gustav Warnemünde, Fritz Borgwardt, Werner Borgwardt, Hermann Kohs, Wilhelm Kohs, Franz Krasemann, Anton Latawitz, Wilhelm Johannis, Agnes Johannis, Bernhard Thomas.

Die Menschen lebten zu dieser Zeit sehr beengt. 1945 gab es in Gehmkow 8 Wohnhäuser einschließlich Gutshaus, 6 Stallungen bzw. Scheunen, 1 kleine Gutsgärtnerei, Schmiede und Stellmacherei

Die 8 Wohnhäuser waren das Gutshaus, das Wirtschaftshaus, das erste an der rechten Straßenseite stehende 1995/96 abgerissene Haus und die Häuser der Familien Ida Krasemann, und Lotte Kempf, Hildegard Erdmann, Mietzner, Becker (ehemalige Schnitterkaserne 1922 erbaut und 1996 eingeebnet) und ehemals Piarowski (1994 abgerissen).

In Gehmkow entstanden im Laufe der Jahre die Siedlungshäuser entlang des Hohenbollentiner Weges. Die großen Ställe hinter der Straße wurden abgerissen. Auch von hier konnten die Gehmkower Baumaterial holen. Auf den Fundamenten der Ställe entstanden die Häuser der heutigen Familien Erhard Krasemann, Janssen und Nelson. Den Schweinestall des Gutes mit eingebauter Schmiede erhielt die Familie Eggert. Der Schweinestall wurde im Jahre 1947 zu einer schönen Wohnung ausgebaut, die die Tochter der Familie Eggert mit ihrem Mann Alfred Ewert heute noch bewohnt.

Die Gärtnerei erhielt Gustav Warnemünde, der sie schon seit 1920 leitete. Er bewohnte dann mit seiner Familie das Wirtschafshaus des ehemaligen Gutes.

Familie Walter Brumshagen erhielt die Stellmacherei. Er kam 1929 nach Gehmkow, war bis 1945 Gutsstellmacher und hatte gleichzeitig die Verwaltung über den Speicher des Gutes, der ebenso wie der Pferdestall in diesem Gebäude untergebracht war. Dort baute er sich eine Wohnung aus. In der Stellmacherei arbeitete er weiter, hier richteten sich die Enkelkinder von Walter Brumshagen 1996 eine Wohnung ein, nachdem sie schon jahrelang als Garage von Hans Brumshagen genutzt wurde. Die alte obere Wohnung bewohnt diese Familie heute noch.

Nachdem der Kuhstall 1958 durch Feuer vernichtet wurde, entstanden dort die Häuser der Familie Dietmar Teske und Bunsen.

Die ehemals landarmen Bauern hatten sich im Laufe der Jahre zu Mittelbauern entwickelt. Sie konnten jeder Zeit Unterstützung von der Maschinen-Traktoren-Station (MTS) bekommen.

Für die jüngeren Kinder wurde im Gutshaus ein Erntekindergarten eingerichtet, damit die Kleinen betreut wurden, wenn ihre Eltern auf den Feldern arbeiteten. Auch ein Kulturraum entstand im Gutshaus eingerichtet und eine kleine Gemeindebibliothek.

Bodenreform in Törpin


Kleinbauern oder auch Flüchtlinge hatten in Törpin die Möglichkeit, durch die Bodenreform ihre Wirtschaft zu vergrößern oder eine Siedlung in der Größe von 5 ha bis 8 ha zu übernehmen. Das Land wurde vom Sarower Gut bereitgestellt. In Törpin waren es 25 Familien, die kleinere Parzellen und auch ganze Siedlungen durch ein Los übernehmen konnten.

In Törpin existierte eine Raiffeisengenossenschaft, die sich 1948 in die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) umwandelte und ihre Lager und Geschäftsräume auf dem Reichheimschen Grundstück hatte. Alles, was auf dem Bauernhof gebraucht wurde, konnte man bei der VdgB, später BHG (Bäuerliche-Handels-Genossenschaft) einkaufen.

Die BHG half den Bauern bei Ablieferungsangelegenheiten, An- und Verkauf von Zucht- und Nutzvieh, Anbauangelegenheiten, Saatgutbeschaffung, Düngerbestellung und -lieferung, Maschinenbeschaffung und Bestellung von Geflügel.

Für jeden Bauernhof war ein Girokonto eingerichtet, so dass auch Geldangelegenheiten dort geklärt werden konnten und ein bargeldloser Einkauf möglich war. Das Konto wurde durch Gelder pflanzlicher und tierischer Ablieferungsprodukte aufrechterhalten. Kredite für Baumaßnahmen und Bestellkredite konnten vergeben werden. Die BHG war nach dem Krieg zum Zentrum des Dorfes geworden und täglich trafen sich hier die Törpiner Bauern. Die Törpiner Außenstelle der BHG wurde 1961 aufgelöst und nach Sternfeld verlegt. Die Lagerräume und auch den Düngerschuppen übernahm die LPG.

Die MTS, die für die Unterstützung der Bauern gedacht war, konnte auch in der Törpiner Gemeinde genutzt werden. Eine Brigade mit einem Stützpunkt wurde in Törpin eingerichtet aber für alle Arbeiten wie Pflügen, sonstige Feld- und Erntearbeiten sowie Transporte, waren die Preise sehr differenziert. Es kam die Zeit, da die Bauern immer weniger Arbeitskräfte hatten.,weil sie die stark angestiegenen Löhne nicht zahlen konnten. Großen Höfen, die auf fremde Arbeitskräfte angewiesen waren, wurde das Bewirtschaften unerträglich. Mittlere Höfe, die von einer großen Familie bewirtschaftet wurden, waren weniger stark belastet.

Bauernhöfe werden zu Ruinen


Die Bodenreform und die Nachkriegszeit hatten die Dörfer wirtschaftlich gut überstanden. Durch die Flüchtlinge, die aus Ostpreußen, Stettin, Schlesien und dem Sudetenland hier eine neue Heimat gefunden hatten, war die Arbeitskräftelage sehr gut. Viele Menschen waren auf den Bauernhöfen und in den Gutswohnungen untergebracht. Sie fanden Arbeit auf den Höfen und bestritten so ihren Lebensunterhalt. Da viele Männer und Söhne im Krieg gefallen waren oder in Gefangenschaft gerieten, konnte diese Höfe durch die Flüchtlinge mit Arbeitskräften abgesichert werden.

Schnell änderte sich jedoch die Lage. Fast völlig zerstörte Städte aus dem 2.Weltkrieg mussten wieder aufgebaut werden. Handwerker und Hilfskräfte fanden in Demmin, Neubrandenburg und Rostock neue Arbeitsstellen beim Wiederaufbau. Zunächst verließen einzelne Personen die Dörfer und fanden Arbeit beim Städteaufbau oder in der Industrie. Später holten sie die ganze Familie nach. Dies hatte zur Folge, dass ein Arbeitskräftemangel einsetzte und die Bauern, besonders die großen Höfe, nicht mehr mit der Arbeit fertig wurden. Außerdem waren die Bauernhöfe mit einem Ablieferungssoll veranlagt. Die großen Höfe standen unter einem schweren wirtschaftlichen Druck.1952/53 war es dann soweit, dass die Bauernhöfe nicht mehr mit der Arbeit fertig wurden und nach und nach immer mehr in Bedrängnis gerieten.

Die Wirtschaftspolitik der DDR war ganz nach dem kommunistisch - leninistischem System ausgerichtet. Die Volkswirtschaft, so auch die Landwirtschaft, gestaltete man nach sowjetischen Methoden um. Diese Politik führte in Richtung Großraumwirtschaft. Dazu brauchte man die Höfe und Flächen der Großbauern. Die bestehenden MTS-Brigaden gaben in erster Linie den Kleinbauern und Neubauern aus der Bodenreform Unterstützung. Die Mittel- und Großbauern konnten auch Unterstützung und Hilfe bei Transport-, Acker- und Erntearbeiten erhalten aber je größer der Hof, desto höher der Preis für den Hektar. Durch das 1953 herausgebrachte LPG-Gesetz wurden viele Festlegungen noch begünstigt und Wirtschaften ab 20 ha hatten große Probleme, mit dem Hof fertig zu werden. Die Bauern mußten ein hohes Ablieferungssoll erfüllen, die Arbeitskräfte wurden weniger und teurer. Produkte auf den freien Markt zu bringen war kaum möglich. Auch der lange Anfahrtsweg und die schlechten Wegeverhältnisse zu den Ablieferungsstellen waren unerträglich.

Das Ablieferungssoll war nach den Größen der Wirtschaften eingestuft. Die Staffelung und Steigerung des Solls war in den Größen 1 bis 5 ha, 10 bis 15 ha, 20 bis 25 ha, 35 bis 50 ha und 50 bis 100 ha. Auch die Arten der Produkte waren vorgeschrieben. Der Ablieferungsbescheid wurde von der Gemeinde ausgearbeitet und auch kontrolliert.

Das Soll beinhaltete: Getreide, Raps, Mohn, Kartoffeln, Zuckerrüben, Flachs, Heu und Stroh aus der pflanzlichen Produktion. Aus der tierischen Produktion mussten Schweine, Rinder, Milch, Geflügel, Eier und Wolle abgeliefert werden. Für die Hausschlachtungen war ein Schlachtschein erforderlich; diesen gab es nur, wenn das Soll erfüllt war. Eine Differenzierungskommission prüfte die Ablieferungsbescheide und in Härtefällen gab es Umverlagerungen. Zum Beispiel konnte eine Siedlung mit sehr leichtem Boden nicht den Ertrag bringen wie eine Siedlung mit gutem Boden. Das Ablieferungsgeschehen machte den großen Höfen (ab 25 ha) viel Sorge, da sie mit einem hohen Soll veranlagt wurden. Dieses Soll war von den Bauern kaum zu schaffen und die Höfe konnten keine Produkte als „Freie Spitzen“ auf den Markt bringen. Bauern, die Produkte über das Soll hinaus liefern konnten, bekamen dafür einen hohen Preis gezahlt. Diese Möglichkeit war aber nur den kleinen Familienbetrieben vergönnt. Die Arbeitskräfte konnten nicht mehr genügend entlohnt werden und ließen die Bauern im Stich. Einige Bauern verließen ihre Höfe und siedelten mit der Familie nach Westdeutschland um.

In Ganschendorf verließen die Familien Kalsow, Nickel (230 Morgen} und Hermann Baumann (160 Morgen) ihre Wirtschaft. Höfe, die verpachtet waren, wurden von ihren Pächtern aufgegeben, weil das Betriebsergebnis völlig unrentabel war.


Kollektivierung der Landwirtschaft „Sozialistischer Frühling“


In den Gemeinden bildete man staatlicherseits aus den verlassenen Höfen und auch den Siedlungen, die von Neubauern abgegeben wurden, neue Betriebe, die ÖLB (Örtlicher Landwirtschaftsbetrieb). Unter Anleitung eines Agronomen versuchte man, alle Flächen dieser Höfe, wieder zu bewirtschaften. In Ganschendorf bildete man 1953 diesen Betrieb, der auch Flächen aus dem Ortsteil Sarow erfasste.

Auf Vorschlag der SED tagte im Dezember 1952 die erste Konferenz der Vorsitzenden und Aktivisten der LPG. Es wurden Erfahrungen bei der Bildung von LPG und der Organisation der genossenschaftlichen Arbeit ausgetauscht. Auf Beschluss der Vollversammlung konnten die Mitglieder aller LPG eine individuelle Hauswirtschaft weiterführen. Die Konferenz beschloss die Musterstatuten für drei Typen von LPG: Typ I, Typ II und Typ III.

In der LPG Typ I wurde nur die Bewirtschaftung des Bodens genossenschaftlich durchgeführt. Die tierische Produktion blieb individuell.

In der LPG Typ III, waren Tier- und Pflanzenproduktion genossenschaftlich.. Eine individuelle Hauswirtschaft war außerdem jedem Genossenschaftsbauern möglich. Das konnten sein: zwei Morgen Land, eine Milchkuh mit Nachzucht, ein oder zwei Schweine und eine Geflügelhaltung.

Auf dem Lande entwickelten die Parteiorganisationen der SED eine große ideologische und organisatorische Aktivität, um die werktätigen Bauern und Landarbeiter für den Zusammenschluss in der LPG zu gewinnen.

Pioniere der Genossenschaftsbewegung waren vor allem Landarbeiter und Neubauern, die aus der Arbeiterklasse stammten. Seit der Bodenreform hatten sie sich eine gesicherte Existenz geschaffen. Als erste erkannten sie die Grenzen des landwirtschaftlichen Kleinbetriebes und besaßen den Mut, mit dem Übergang zur sozialistischen Produktion zu beginnen. In den ersten Genossenschaften schlossen sich in der Regel Bauern zusammen, deren Wirtschaft verhältnismäßig schwach entwickelt war, dazu wurden ÖLB-Betriebe mit übernommen. Die Mitglieder der LPG mussten anfangs viele Schwierigkeiten überwinden, lernen die genossenschaftliche Arbeit zu organisieren, sich von überlebten Denk- und Verhaltensweisen zu trennen.Vielerorts standen die ersten Genossenschaftsbauern vor einer Mauer von Vorbehalt, Unverständnis oder gar Ablehnung bei der Mehrheit der Dorfbevölkerung.

Die Regierung und das Zentralkomitee veranlassten, dass der sozialistische Staat den jungen Produktionsgenossenschaften eine Reihe Vergünstigungen einräumte, so den vorrangigen Einsatz der Technik der MTS in den LPG. Außerdem wurden diese Bauern kostenlos agronomisch und zootechnisch betreut, vordringlich mit Düngemitteln und Saatgut versorgt. Sie erhielten großzügige Kredite und Steuererleichterungen.

In den Dörfern gründeten sich 1953 die ersten Produktionsgenossenschaften. Der „Sozialistische Frühling“ begann.


Gehmkow


Am 1. März 1958 gründete sich in Gehmkow die LPG „Einheit“, Typ III.. Acht Bauern schlossen sich zusammen und bewirtschafteten 118,63 ha landwirtschaftliche Nutzfläche mit 16 Mitgliedern.

Typ III bedeutete, dass die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche, Maschinen und Gebäude sowie sämtliches Nutzvieh in die Genossenschaft gebracht wurden. Das erste LPG-Büro befand sich in der ehemaligen Schnitterkaserne (Becker), später im Haus Piarowski.

Zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs kam ein Einkaufswagen (Knaack) von Demmin. Der Fleischer kam von Beggerow oder man ging nach Törpin. Auch Bäcker Schulz aus Törpin versorgte die Leute mit Brot. Später dann hatte Frau Mietzner eine Verkaufsagentur in ihrem Haus. Als die Konsumgenossenschaften entstanden, erhielt auch Gehmkow eine Verkaufsstelle. Die letzte Verkäuferin war Frau Lühr aus Kaslin, bevor die Verkaufsstelle 1991 geschlossen wurde. Kurze Zeit betrieb Frau Helken privat eine Verkaufsstelle. Diese rentierte sich aber nicht. Heute kommen täglich Einkaufswagen.

Im Jahre 1961 wurde das Wasserwerk (Lindenberger Weg) gebaut. Der Kubikmeter Wasser kostete 0,30 Mark und die Grundgebühr für einen Anschluss 0,50 Mark im Monat. In den meisten Haushalten wurde der Wasserverbrauch pauschal berechnet. Im Jahre 1991 erhielten alle Haushalte eine Wasseruhr. Heute kostet ein Kubikmeter Wasser fast das Zehnfache von damals.


Ganschendorf und Sarow


In Ganschendorf gründete man eine LPG Typ I „Helmut Just“ unter dem Vorsitzenden Meisterbauer Paul Radtke. Die im Frühjahr 1953 gebildete LPG Typ I löste sich nach dem 17. Juni 1953 wieder auf. Von den 33 Mitgliedern wurden 22 wieder Einzelbauern, 11 Mitglieder blieben weiterhin unter dem Vorsitzenden Gerhard Koß als Typ I „Helmut Just“ bestehen.

1956 wurde aus dem bestehenden ÖLB die LPG Typ III „Jupp Augenfort“ gebildet. Als Vorsitzender fungierte Erwin Timm, der hierher beordert worden war. In Sarow gründete man aus dem Rest des ÖLB auch die erste LPG Typ III „Klement Gottwald“. Den Vorsitz übernahm Max Salzmann. 1959 vergrößerte sich die Sarower LPG und man wählte Fritz Tackenberg zum Vorsitzenden. In Ganschendorf hatte der Vorsitzende Erwin Timm schiefe Dinge gedreht und musste abgelöst werden. Jetzt übernahm Otto Gielow den Vorsitz und Alois Hartwig arbeitete als Agronom, aber übernahm bald den Vorsitzenden, und Gielow machte den Wirtschaftsleiter.

Am 1. Januar 1960 machten Hermann Michael und Erich Martens den Schritt und traten der LPG bei. Der Grund für den Eintritt war, dass Mann und Frau alleine auf der großen Wirtschaft standen und beim Bauern keiner mehr helfen wollte.

Die Politik der Regierung war so ausgerichtet, dass die Kollektivierung in allen Bereichen der Volkswirtschaft durchzuführen war. Am 1. März 1960 wurden dann die Bezirks- und Kreisleitungen der SED beauftragt, in den Dörfern vollgenossenschaftliche Produktionseinheiten zu bilden. Mit Agitationsgruppen überzeugte man die restlichen, noch gut gehenden Bauernwirtschaften und starke Neubauern, diesen Schritt in die LPG mitzumachen.

In Ganschendorf und Sarow gab es dann wohl keine Widerstände mehr. In Sarow war das ganze Dorf eine LPG geworden. Der schon bestehenden LPG Typ I in Ganschendorf traten mehrere Einzelbauern bei, den Rest und die Altbauernhöfe übernahm die bestehende LPG Typ III. Von den Bauernhöfen brauchte man zunächst nur gute Stallungen und Scheunen. Weiterhin musste von jeder Wirtschaft lebendes und totes Inventar eingebracht werden. Das Inventar bestand aus Pferden, Kühen, Färsen, Schweinen, Maschinen, Ackerwagen und Geräten, soweit die Genossenschaft dafür Verwendung hatte.

Eine Schätzungskommission sorgte für die Abschätzung des Inventars, das aufgerechnete Übergabeprotokoll zeigte dessen Wert an. Für jeden ha der Wirtschaft musste ein Pflichtbetrag von 500,00 DM eingebracht werden. Der darüber hinausgehende Betrag wurde im Laufe der Jahre wieder zurückgezahlt

In der Genossenschaft wurden 1959/60 die ersten Kuh- und Schweineställe gebaut. Dadurch benötigten man die Stallungen der Bauernhöfe nicht mehr. Scheunen und Stallungen konnten mit Technik kaum genutzt werden und weil sie fast alle auf dem Ausbau standen, blieben sie ungenutzt und waren dem Verfall preisgegeben. Im Dorf waren Wohnungen freigeworden und die Bewohner vom Ausbau zogen ins Dorf. Die von 1847 - 1850 erbauten Höfe verfielen bald zu Ruinen. Sie hatten nur eine Lebensdauer von 100 bis 120 Jahren.

Abbildungen: Seite 158

Neue Technik – RS-08

Olt und verlaten


Törpin


Am 01.09.1958 wurde nach einem genossenschaftlichen Zusammenschluss die LPG Typ III „Empor Törpin“ gegründet. Diese Gründung wurde von Kreis und Staat unterstützt und gefördert. Die Herbstarbeiten brachte man zum Abschluss, und ab 01.01.1959 begann für mehrere Törpiner Bauern eine neue Wirtschaftsweise. Die ersten Bauern, die sich in Törpin zu dem Schritt in die LPG entschlossen, waren die Familien: Fritz Hagen 10 ha, Walter Senger 27 ha, Max Freese 63 ha, Arno Röhrdanz 36 ha, Erich Kurth 27 ha, Wilhelm Kasdorf 9 ha, Richard Völling 10 ha.

Die Leitung der neugebildeten LPG übernahmen Fritz Hagen und Erich Kurth. Zum Vorsitzenden wählte man Erich Kurth. Das Wirtschaften war für einige der Bauern sehr schwer geworden und nun sollte es eine gemeinsame Sachesein. Es war ein Neuanfang. Am Anfang schien alles recht kompliziert aber es fanden sich Lösungswege.

Die Milchkühe stallte man auf den Höfen von Senger und Röhrdanz ein. Die Schweineproduktion erfolgte auf dem Schumacherschen Hof, den solange Erich Kurth gepachtet hatte. Für die Feldarbeiten nahm man die Hilfe der MTS in Anspruch. Man nutzte alle staatlichen Vergünstigungen.

Ein Jahr wirtschaftete die LPG in Törpin. im März 1960 kam die große Wende in der Landwirtschaft. Die gesamten Bauern unseres Landes und so auch die Törpiner, wurden zum Schritt in die LPG überzeugt. Auch Törpin wurde ein vollgenossenschaftliches Dorf und musste eine neue Wirtschaftsweise organisieren. Alle Höfe aus dem Dorf und dem Ausbau, ob groß oder klein, fasste man zur LPG Typ III „Empor Törpin“ zusammen.

Die Bauern der Langen-Reihe und vom Buchenkavel gründeten eine LPG vom Typ I Die LPG „Glückauf“ vom Typ I hatten 96 ha Acker zu bewirtschaften, den Vorsitz hatte der Bauer Kurt Drews übernommen. Kurt Drews machte 1966 den Schritt von Typ I in die LPG Typ III. Jetzt wählte man Werner Graupmann vom Buchenkavel zum Vorsitzenden der Genossenschaft. Auch für die Genossenschaft Typ I ist es ein kompliziertes Arbeiten. Im Typ I ist die Regelung, dass die Pflanzenproduktion gemeinsam verrichtet und die Tierproduktion auf den beteiligten Höfen durchgeführt wird. Es müssen viele Buchungsarbeiten getätigt werden, denn nach geleisteten Arbeitstagen - umgerechnet in Arbeitseinheiten - wurde die Futter- und Naturalverteilung vorgenommen. Auch waren die Ackerflächen weit auseinander gelegen, so dass man in 2 Brigaden arbeitete, einmal die Lange-Reihe und dann Buchenkavel. Nur Schwerpunkte löste man gemeinsam. Auch tätigte man einen Maschinenzukauf, um mit bestimmten Arbeitern leichter fertig zu werden. Häufig gab es Diskussionen unter den Mitgliedern, weil die Höfe und die dazu gehörigen Arbeitskräfte nicht immer einheitlich waren. Die Buchhaltung wurde von Fräulein Edith Albrecht und später von Ursula Martens geführt.

Die LPG Typ III hatte nur die Größe von 690 ha. Als neuen Vorsitzenden hatte man Otto Ehlert von der Kreisleitung der SED delegiert. Als Zootechniker übernahm Stefan Neusser die Viehwirtschaft der LPG. Für die Pflanzenproduktion war Fritz Hagen verantwortlich. Mit vielen Problemen versuchte man auch in Törpin den sozialistischen Frühling zu bezwingen, denn Arbeitskräfte waren es nicht mehr geworden, es führte nur zu einer Konzentration der Arbeit insgesamt. Die Feldarbeit, die zum großen Teil aus Handarbeit bestand, so die gesamte Hackfruchtpflege und auch die Erntearbeiten, wurde mit Hilfe von Arbeitseinsätzen der Betriebe und Verwaltungen im Kreis durchgeführt. Ein Patenschaftsvertrag bestand zwischen dem Kreisgericht Demmin und der LPG „Empor Törpin".




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