Ein langer, aber erfolgreicher Weg vom A.ö. St. Ulrichskrankenhaus Allentsteig zum Waldviertelklinikum Allentsteig(Neuro-Rehab) nach über 100 Jahre



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Ein langer, aber erfolgreicher Weg vom A.ö. St.Ulrichskrankenhaus Allentsteig zum Waldviertelklinikum Allentsteig(Neuro-Rehab) nach über 100 Jahre
1883 hat Pfarrer Josef Edinger die Gründung der „Armenstiftung St.Ulrich“ angekündigt und aus den Spenden konnte er l889 das Leberhaus (Haus Nr. 4a) in Allentsteig gegenüber dem Pfarrhof ankaufen. In dem Haus wurde vorerst ein Pflegeheim und später das erste Spital errichtet. Was 1677 mit der Gründung eines Bürgerspitals begann, führte 1894 zur Gründung des a.ö.Krankenhauses Allentsteig.

1894 erhielt das Krankenhaus das Öffentlichkeitsrecht.

1927-1928 erfolgte der Neubau des Krankenhauses unter Pfarrer Johann Schrimpf mit Eröffnung des Neubaues durch LH Dr.Karl Buresch. Die Weihe wurde von Bischof Michael Memelauer vorgenommen. 1938 wurde vom Deutschen Reich die Armenstiftung St.Ulrich und das Krankenhaus der Gemeinde gewaltsam einverleibt.

1950 strebte die Pfarre die Rückstellung der Enteignung an. Der Antrag wurde aber von der Gemeinde abgelehnt und das Krankenhaus bleibt im Eigentum der Stadtgemeinde.

1963 wird der Ausbau des Krankenhauses bewilligt und 1965 erfolgte die Eröffnung des Ausbaues als Grundversorgungskrankenhaus mit 93 Betten für Chirurgie, Gynäkologie und Interne Abteilung.

Am 21.12.l994 feierte die Bevölkerung „100 Jahre Öffentlichkeitsrecht des a.ö. Krankenhauses der Stadt Allentsteig“. In der Festrede wurde von Landtagspräsident Mag.Franz Romeder und Bgm.Ing.Franz Bendinger auf die jahrzehntelangen Leistungen des Krankenhauses für die Region und ihrer Menschen hingewiesen. Auch Stadtpfarrer Josef Nowak würdigte die Verdienste des Krankenhauses zum Wohle der Kranken.

Es wurde festgestellt, dass in den letzten 10 Jahren von l984-l994 20.000 Patienten behandelt wurden und 200.000 Pflegetage wurden erreicht.

Im Jahr 1998 erfolgte die Namensänderung mit Gemeinderatbeschluss auf „A.Ö.St.Ulrichskrankenhaus der Stadt Allentsteig“. Dieser Name war bereits von 1890-1938 offiziell, wurde aber dann aufgelassen als das Kranke aus in das Eigentum de rGemeidne überging.

Im Zeitraum von l938-1999 wurde das Krankenhaus von der Stadtgemeinde Allentsteig geführt.

Die 1. große Wende im Fortbestand des a.ö.Krankenhauses zeigte sich schon vor 1990. Immer wieder gab es von Land und Bund Bestrebungen das a.ö.Krankenhaus Allentsteig aufzulassen. In dieser Zeit wurde der Standort Allentsteig im NÖ.Krankenanstaltenplan immer wieder in Frage gestellt und argumentiert, das kleine Krankenhaus würde nicht mehr in die Entwicklung zu den Schwerpunktspitälern passen. Als Argumentation gegenüber der Stadtgemeinde wurde vom Land NÖ. angeführt, die Trägeranteile für die Spitalserhaltung könne sich die Gemeinde auf Dauer nicht mehr leisten.


1989 war es notwendig, den Schuldenstand des Krankenhauses durch eine Sonderfinanzierung des Landes NÖ. zu verringern, sodaß die Finanzierung des Betriebes wieder gesichert war.

Die Gemeinde Allentsteig befand sich seit l989 wegen überhöhter Verschuldung des Gemeindehaushaltes bereits im Sanierungszustand, sodass keine freien Geldmittel zur Verfügung standen. Die Gemeinde hatte sich durch den raschen Bau der Kanalisation und der Nebenanlagen in beachtliche Schulden gestürzt, die ab 1989 bis zum Jahr 2000 saniert werden mussten. Ab 1989 übernahm Ing.Franz Bendinger das Bürgermeisteramt und er musste die Sanierung der Gemeinde durchführen, die dann 2000 abgeschlossen war.

Durch eine gute Zusammenarbeit mit den Referaten des Landes NÖ. und mit den zuständigen Politikern gelang es dann, die Spitalsstruktur soweit der Entwicklung anzupassen, dass der Krankenhausbetrieb bis zum Jahr 2000 fortgeführt werden konnte. Die finanzielle Unterstützung war in dieser Zeit ganz besonders LHSTV Ernst Höger und LR Mag. Edmund Freibauer zu verdanken.

In konstruktiven Gesprächen und Planungen einigten sich die Gemeinde und das Land NÖ. auf eine Umstrukturierung des Krankenhauses auf eine Neurologie. Im NÖ.Krankenanstaltenplan wurde dann am 28.8.91 bereits die Umstruktuierung in eine Neurologie einvernehmlich festgelegt. Dazu wurden l992 bereits 2 MIO ATS für Planungskosten vom Land NÖ. genehmigt.

Beim Spitalsgipfel im Jahr 1993 erfolgte der Beschluss des Landes NÖ., das Krankenhaus in eine Akutneurologie mit Neuro-Rehab umzuwandeln. 1995 kam es zum Grundsatzbeschluss der NÖ.Landesregierung für einen Neubau der Sonderkrankenanstalt.

Die Planung eines „Neurologischen Zentrums“ erfolgte durch die Firma

Humanomed,Wien, die Kosten für die Studie übernahm das Land NÖ. zur Unterstützung der Gemeinde.

Von l991 bis 1997 dauerten die Verhandlungen der Gemeinde Allentsteig und das Ziel war, eine Neurologie mit etwa 200 Betten zu errichten.

Bereits l997 – also noch lange vor der Verbandsgründung nach den Vorschlägen des Horner Gesundheitsstadtrates Edgar Führer- kam es im NÖ.Landtag zum Beschluss, das Projekt Neurologie anstatt des a.ö.Krankenhauses zu errichten.

Das war ein vorrangiger Erfolg des damaligen Finanzlandesrates Mag.E.Freibauer, der sich jahrelang um den Bau der Neurologie und die Finanzierung eingesetzt hatte, trotz ursprünglicher Widerstände von Gesundheitslandesrat Edmund Wagner, der später dann auch die Frage der Lärmverträglichkeit forcierte.

Der Einsatz von LR Mag.Edmund Freibauer für den Bau einer Neurologie in Allentsteig führte dazu, dass er bei seiner Ernennung zum Ehrenbürger als „Vater der Neurologie“ genannt wurde. Die Landtagsbeschlüsse vom 23.Jänner l997 und vom 18.Dezember 1997 bilden die Gründung der Neuro-Rehab in Allentsteig. Ein Beschluß für die Standortgarantie eines KH in Allentsteig erfolgte bereits am 27.Juni 1996.

Es wurden l997 insgesamt 75 Betten Neurologie für Allentsteig im ÖKAP beschlossen und zwischen 84,000.000 und 120,000.000 ATS für den Bau der Sonderkrankenanstalt beschlossen.

Es wurde auch beschlossen, dass die Finanzierung durch das Land Nö.(abzüglich des Altwertes das bisherigen KH) erfolgt. Weiters übernehmen das Land NÖ. und der NÖKAS zu je 50 % den Betriebsabgang.

Das Finanzierungsmodell wurde von Finanzlandesrat Mag. Edmund Freibauer für Allentsteig erstellt und galt um diese Zeit einmalig in NÖ. Die besondere Finanzlage der Gemeinde, die 1989 zur Sanierungsgemeinde geführt hatte, veranlasste LR Mag.Edmund Freibauer, sich für Allentsteig im besonderen Ausmaß einzusetzen.

Es kann daher mit Recht gesagt werden, dass Allentsteig den Erhalt eines Krankenhausstandortes und der Bau einer Sonderkrankenanstalt der Verdienst von LR Mag. E.Freibauer ist.

Das hat auch sein Nachfolger LR Mag. Wolfgang Sobotka in einem Schreiben vom 1.3.l999 dem Bürgermeister der Gemeinde Allentsteig schriftlich bestätigt.

Später sind aber auch andere Krankenhausgemeinden in den Genuss dieses Finanzierungsmodells gekommen, z.b. Gänserndorf, Eggenburg. Aber die Grundlage dafür bildete die Problemlösung für das a.ö.KH Allentsteig.

Alle nachfolgenden Beschlüsse zum Bau der Sonderkrankenanstalt Allentsteig beruhen auf den gültigen Beschlüssen des Landes NÖ. vom Jahr 1997.

Aus heutiger Sicht zur Entwicklung des Krankenhauswesens kann gesagt werden: Hätte sich LR Mag.E.Freibauer mit seinen großen politischen und finanzfachmännischen Können nicht so intensiv jahrelang für die Neurologie Allentsteig eingesetzt und wären 1997 nicht die verbindlichen Landtagsbeschlüsse gefasst und die Verhandlungen mit dem Bund so kontinuierlich erfolgreich geführt worden, wäre die Sonderkrankenanstalt nicht gebaut worden. Dafür gibt es viele Beweisfakten.

In der Umsetzung zeigten sich aber große Probleme, es mussten Lärmverträglichkeitsprüfungen erstellt werden, um festzustellen, ob eine unzumutbare Lärmbeeinträchtigung durch den Truppenübungsplatz gegeben ist.

Das Bundesheer setzte an den Lärmmesstagen alle Übungsgeräte mit dem größtmöglichen Schießlärm ein, um die volle Lärmmenge messen zu können, die dann im Ernstfall im Gemeindegebiet auftreten können.

Im November 1993 faßte der Kommunalgipfel eine Grundsatzentscheidung über die Errichtung eines Kombiprojektes Akutneurolgie mit einer privat geführten Neuro-ehabilitation. Dabei enstanden von LR Edmund Wagner immer wieder Fragen, sodass nicht weiter ging. Das Lärmproblem wurde in den Vordergrund gestellt, die isolierte Lage des Standortes kritisch hinterfragt. Neurologen wurde bemüht, das Projekt zu zerpflücken. Ein Antrag der Gemeinde um eine „Zwischenlösung“ zur Neurologie aus dem Jahr 1996 wurde von Landesrat Edmund Wagner als Gesundheitslandesrat nicht behandelt. Erst durch die Initiative von Finanzlandesrat Mag.Edmund Freibauer beendete die Verzögerungstaktik des Gesundheitslandesrates.

LR Mag.Freibauer konnte l997 so die Mitglieder der Landesregierung und eine Mehrheit im NÖ.Landtag von der Notwendigkeit einer Lösung überzeugen und es kam dann am 18.Dezember l997 zum Beschluß im Nö.Landtag.

Das war die offizielle Geburtsstunde der Neurologie in Allentsteig. Alle in den späteren Jahren nachfolgenden Beschlüsse waren nur mehr Umsetzungsbeschlüsse, eine Fortsetzung und Umsetzung, keinesfalls mehr.

So wurde der Bau des Neurologischen Zentrums Allentsteig immer wieder verschoben, bis schließlich in der KG Zwinzen eine Fläche gefunden wurde, welche den erlaubten Lärmwerten entsprach.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich aber auch schon das KH Horn um die Errichtung einer Akutneurologie beim Land NÖ. bemüht und die Gunst der Stunde für sich genutzt. Der Initiative des Krankenhausstadtrates Edgar Führer gelang es mit Hilfe einer Studie das Land NÖ. davon zu überzeugen, dass Horn für die Akutneurologie die bessere Standortlösung sei. STR Edgar Führer ging noch weiter und schlug eine Verbandslösung zwischen den Krankenhäusern Allentsteig-Horn-Eggenburg vor, um damit diese beiden Krankenhäuser in Horn einzugliedern. Damit wurde das KH Horn zum Mittelpunkt und konnte ihre eigene Struktur ganz wesentlich festigen, verbessern und ausweiten, da es strategischer und struktureller Mittelpunkt wurde. Horn konnte seine Stellung als Schwerpunktkrankenhaus mit den „Filialen“ Allentsteig-Eggenburg wesentlich ausbauen und sich gegenüber dem Land NÖ. erfolgreich positionieren.

Im Gegenzug verloren die Krankenhäuser Allentsteig und Eggenburg immer mehr an Bedeutung und wurden ständig verkleinert und kaum mehr etwas investiert, sodass sich die Auflassung der Chirurgie, der Ambulanzen und der Röntgenabteilung zwangsläufig ergab. Auch beim Krankenhauspersonal wurde in den beiden Krankenhäusern eingespart.

Es ist in Allentsteig dem ärztlichen Leiter Prim.Dr. Adam Zakrewszky zu verdanken, dass er den internen Krankenhausbetrieb trotz Widerstände und Eingrenzungen durch das Waldviertelklinikum bis zum Jahr 2000 aufrecht hielt und sich indirekt für das Werk Pfarrer Josef Edingers einsetzte.



Ing.F.Bendinger


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