Leibertingen-Thalheim Die Galerie Werner Wohlhüter, Kreuzstraße 12 in Leibertingen, zeigt vom 24. März bis zum 28. April 2013 Werke von Roland Martin, Artur Stoll und Herbert Zangs



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Leibertingen-Thalheim - Die Galerie Werner Wohlhüter, Kreuzstraße 12 in Leibertingen, zeigt vom 24. März bis zum 28. April 2013 Werke von Roland Martin, Artur Stoll und Herbert Zangs. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, den 24. März 2013 von 11 bis 16 Uhr, Kunst- und Kulturpublizist Dr. Herbert Köhler spricht um 11.30 Uhr. Roland Martin ist anwesend. Die Ausstellung ist freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr sowie an den Sonntagen 14., 21. und 28. April 2013 von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 07575 / 1370 geöffnet.
Roland Martin wurde 1927 in Tuttlingen geboren und studierte von 1946 bis 1951 an der Bernsteinschule bei Hans Ludwig Pfeiffer und Paul Kälberer sowie an der Außenstelle Freiburg der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Wilhelm Gerstel. Von 1951 bis 1952 war er Schüler von Prof. Fritz Nuss. Seit 1952 lebt und arbeitet er als freier Bildhauer in Tuttlingen. Roland Martin ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Künstlerbund Baden-Württemberg.
Entstehen bis etwa 1980 noch abstrakte Reliefs und Plastiken aus Metall, so wendet sich Roland Martin ab Mitte der 70er Jahre der menschlichen Figur zu. Vordergründig betrachtet sind seine in Bronze, Aluminium oder Keramin gegossenen Figuren zwar gegenständlich und figurativ, bei genauerer Betrachtung zeichnen sie sich aber durch ein hohes Maß an Abstraktion aus: Seine Darstellungen von Menschen sind keine Porträts. Es geht dem Künstler nicht um wiedererkennbare Gesichtszüge, sondern um allgemeingültige Charakterstudien. In der äußeren Erscheinung, in Mimik, Körpersprache und Verhalten der einzelnen Figur oder einer ganzen Figurengruppe spiegelt sich die Seele des Menschen und damit das spezifisch Menschliche ebenso wie soziale Beziehungen. Unterstrichen wird dies oft durch abstrakte Formen oder Raster, mit denen die Figuren interagieren oder in die sie eingebettet sind.
Artur Stoll wurde 1947 in Freiburg im Breisgau geboren und studierte von 1969 bis 1975 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1974 erhielt er den Villa-Romana-Preis, Florenz, 1989 den Kunstpreis des Landes Baden-Württemberg und 1999 den Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Artur Stoll verstarb 2003.
Bei den neoexpressiven Bildern von Artur Stoll bleibt die Handschrift des Künstlers sowie der Mal- und Entstehungsprozess erkennbar. Zum einen aufgrund des pastosen Farbauftrags, des geradezu handgreiflichen Umgangs mit Farbe als formbare Masse. Zum anderen deshalb, weil die Farben nicht wie gewohnt auf einer Palette gemischt, sondern rein auf den Bildgrund aufgetragen wurden, sodass sie auch innerhalb der dicken Farbbahnen noch unterscheidbar bleiben. Auf diese Weise verleiht der Maler seinen Bildern eine Tiefe, Plastizität und Dynamik, die über seine expressionistischen Vorbilder hinausgeht. Nicht nur das Bild selbst wird hier zum eigenständigen Objekt, das sich von seiner Umgebung abhebt, sondern die Malerei als solche, Pinselduktus und Farbe, scheint hier ein Eigenleben zu führen. Die Einbeziehung gegenständlicher Motive wie Tier oder Blume schmälert diesen Eindruck keineswegs, sondern verstärkt ihn sogar noch. Denn statt den Gegenstand abzubilden, bringt ihn der Künstler mit seiner Malerei erst hervor.
Herbert Zangs wurde 1924 in Krefeld geboren und studierte von 1946 bis 1950 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok. 1977 nahm er mit seinen „Anti-Büchern“ an der Documenta 6 in Kassel teil. 1952 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Krefeld und 1962 den Europapreis für Malerei, Ostende. Herbert Zangs verstarb 2003.
Ab 1952, noch vor den Arbeiten der Künstlergruppe ZERO, entstanden Zangs’ so genannte „Verweißungen“, mit denen er Kunstgeschichte schrieb. Dabei überzog er Alltagsgegenstände wie Dachziegel oder Zangen mit einer Schicht aus weißer Dispersionsfarbe und verwandelte sie so in Kunst. Ab 1957 entstanden dann Bildserien, bei denen Zangs Farbe mit Hilfe von Scheibenwischern auftrug und damit die seriellen Kunstrichtungen der 60er Jahre bereits vorwegnahm, sowie Plakatübermalungen, Peitschenbilder und Computerbilder, Blasen- und Beulenbilder, Pinselabwicklungen, Tuchbilder, Knitter- und Gratbilder und schließlich Rollstuhlbilder. Neben diesem äußerst vielseitigen abstrakten Werk schuf Zangs auch eine Vielzahl von gegenständlichen Arbeiten wie die auf seinen Reisen entstanden Gemälde und Aquarelle.

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