Gemeinde im Blick



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Gemeinde

.... im Blick Februar bis April 2015


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Informationen der Ev. Stadtmission Alsfeld








Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat! (Römer 15, 7)



Manchmal verändern sich Dinge in unserer Umgebung und wir bemerken es zuerst gar nicht. Wenn ich von Alsfeld nach Romrod zu meinen Schafen fahre, dann fällt es jedenfalls nicht gleich ins Auge. Doch wenn ich so am Wegesrand einige fremde Menschen zur Pfefferhöhe laufen sehe, dann merke ich, wie unser Land einen gravierenden Wandel erlebt. Denn noch nie in den vergangenen 20 Jahren sind so viele Menschen aus anderen Ländern zu uns gekommen, die eine neue Bleibe suchen, neuen Halt, neue Hoffnung.

Die meisten Flüchtlinge, die bei uns Asyl beantragen, kommen zurzeit aus Syrien. Sie fliehen vor Krieg und Terror. Viele sind verzweifelt, erschöpft und orientierungslos. Die meisten haben Furchtbares erlebt und leiden darunter, ihre Heimat, Familie und Freunde zurücklassen zu müssen.

Und doch hält sich unser christliches Mitgefühl in Grenzen. Anwohner reagieren verunsichert oder genervt. Kommunen klagen gegen die ihnen zugewiesenen Asylbewerber. Bekannte Politiker weisen durchaus zu Recht darauf hin, dass Deutschland zu den vier Ländern in Europa zählt, die allein 70% aller Flüchtlinge aufnehmen. Dabei übersehen wir leicht die menschliche Not unserer neuen unfreiwilligen Nachbarn.

Weihnachten ist jetzt schon vorbei, und doch haben wir in der Weihnachtsgeschichte den prominentesten Flüchtling erlebt: Jesus selber. Kurz nach der Geburt musste die Familie 350 km von Bethlehem in das südliche Nachbarland Ägypten mit einem Esel fliehen, aus Angst vor dem Terror des Herodes. Als Jesus älter war, sagte er: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Für Jesus ist es undenkbar, einen von denjenigen, die Ebenbild Gottes sind, als Menschen zweiter Klasse zu behandeln. Was für ein guter Maßstab für uns, wenn wir überlegen, wie wir mit den Menschen, die nach Deutschland fliehen, umgehen sollen. Jeder Mensch ist ein Original, von Gott gewollt, von Gott geliebt.

Und doch bereitet uns diese Originalität Schwierigkeiten. Einander annehmenso die Jahreslosung 2015 – das geht nicht so auf Befehl. Wir kommen rasch an unsere Grenzen, wenn unsere Gefühle nicht mitspielen. Darum fällt es uns manchmal leichter, den fernen Nächsten zu lieben als den Bettler vor unserer Tür.

Nehmt Einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob“

Der Römerbrief nimmt uns zunächst einmal dahin mit, wo Gott den ersten Schritt getan hat: wie Christus euch angenommen hat. Das war der erste zündende Funke, und deswegen gebraucht Paulus das Perfekt: CHRISTUS hat uns angenommen. Punkt! Wir haben das Annehmen nicht erfunden, und müssen uns die Gebrauchsanleitung dazu nicht aus den Fingern saugen. Wir müssen einander nur annehmen, wie Christus uns schon längst angenommen hat.



Wie nahm Jesus Menschen an?

Zum Beispiel der Bericht von Zachäus aus dem Lukasevangelium: Zachäus ist Zöllner. Er kassiert für die römische Besatzungsmacht Zölle ab. Schon das macht ihn unbeliebt: Wie kann man sich denn mit den Feinden verbünden? Aber da ist noch mehr: „Er nimmt uns aus!“, flüstern die anderen hinter seinem Rücken. Er wird immer reicher, weil er uns immer ärmer macht. Und Zachäus? Ja, er lebt im Wohlstand, auf Kosten anderer. Aber er ist arm an Menschen, die ihn mögen.

Die Augen der anderen blicken verächtlich und zornig, sie wenden sich von ihm ab, sobald er sich ihnen nähert. Er kennt es nicht, in ein strahlendes Gesicht zu schauen. Er kennt es nicht, umarmt zu werden. Nun sitzt er auf einem Maulbeerbaum, verborgen vor den abwertenden Blicken der anderen und doch so, dass er gut sehen kann. Versteckt und doch erhaben. Jesus aber bemerkt ihn und kommt direkt auf ihn zu. Er biegt die Äste zur Seite, hinter denen Zachäus sich verbirgt, und sieht ihm direkt ins Gesicht. Es ist ein Blick, der bis auf den Grund geht und alles wahrzunehmen scheint: Verschlagenheit und Gier, aber ebenso Sehnsucht und Einsamkeit. Was er sieht, fasst Jesus zusammen in einem Wort: „Zachäus!“, sagt er. „Zachäus!“ So hatte er seinen Namen schon lange nicht mehr gehört. Und er spürt den Wunsch, in sich den Menschen kennenzulernen, der großzügig sein könnte. Den Zachäus, der anderen zum Freund werden könnte. Jesus hat etwas in ihm geweckt, was vorher nicht offen zutage trat. Zachäus steigt vom Baum und macht sich auf in ein anderes Leben.

Einen Menschen anzunehmen heißt zuallererst ihn wahrzunehmen. So selbstverständlich das klingen mag, ist es doch der erste große Schritt. Wie oft laufen wir aneinander vorbei, die Augen vor uns auf dem Bürgersteig, oder die Augen in einem Geschäft, die nur auf Sonderangebote aus sind, oder unsere Gedanken, die vielleicht noch ganz woanders sind! Ich ertappe mich öfters dabei. Ob wir einander wahrnehmen, lässt sich oft schon an unseren Gesprächsgewohnheiten feststellen. Manfred Siebald hat ein wunderbares Gedicht geschrieben, dessen Überschrift lautet: „Jeder fragt dich, wie geht es dir?




Jeder fragt dich, wie geht es dir?


Du trittst aus dem Haus auf die Straße und spürst:

Der Tag liegt dir jetzt schon im Magen.

Du weißt, was du heute zu tun haben wirst;

Du fürchtest die schwierigen Fragen.

Wie geht’s?“ grüßt dich einer und schaut dich kaum an,



in eigene Sorgen verbissen.

Jeder fragt dich, wie es geht, aber dann

will eigentlich keiner es wissen.

Im Bus siehst du vorn ein vertrautes Gesicht,

halb hinter der Zeitung verborgen.

Den triffst du hier immer. Er kommt von der Schicht,

und du nickst ihm zu: „Guten Morgen“.

Wie geht’s denn?“ sagt er. Dabei blättert er um



und liest seinen Sportteil beflissen.

Jeder fragt dich, wie es geht, doch warum

will eigentlich keiner es wissen?

Man fragt es dich gleich in der Tür zum Büro,

beim Mittagstisch über der Suppe.

Am Telefon fragt man es dich sowieso –

Die Antwort ist eigentlich schnuppe.

Die Tränen, die du dir am Tage verkneifst,

die weinst du des Nachts in die Kissen.

Denn keiner von denen, die fragen, wie‘s geht,

will es dann am Ende auch wissen.

Und wehe, du antwortest ehrlich und sagst,

dass dich manche Dinge quälen.

Wie wär‘s, wenn du sagtest: “Ach, nett, dass du fragst –

Komm, setz dich und lass mich erzählen.

Mir geht es zu Hause zurzeit gar nicht gut,

und auch im „Beruf geht’s bescheiden.“ Ich wette, dann greift er schon

nach seinem Hut, denn so viel will er gar nicht wissen.


Der französische Priester Michel Quoist hat auf der Wichtigkeit des Zuhörens bestanden: „Wenn du den Menschen, denen du begegnest, angenehm sein willst, rede mit ihnen über das, was sie interessiert, und nicht über das, was dich interessiert“. „Nehmt einander an…“ Das gelingt auch gut – fragt sich nur, gegenüber wem. Die Annahme von Freunden, von Menschen mit gleichem Lebens- oder Frömmigkeitsstil gelingt in aller Regel gut. Was aber, wenn diese Dinge auseinanderliegen? Genau diese Situation spricht Paulus mit der Jahreslosung an. Es ging ihm um die Starken und Schwachen im Glauben. Es gab damals in Rom und auch in anderen Gemeinden Christen, die in gewissen Fragen unterschiedlich dachten und deshalb auch unterschiedlich lebten.

Paulus antwortet klar: „Nehmt einander an…“ Seine Aufforderung geht sogar noch weiter, denn die wörtliche Übersetzung lautet: „Nehmt einander auf…“

Dies bedeutet die volle Aufnahme des andern in die Gemeinschaft, die mit der persönlichen Einladung zum gemeinsamen Essen ihren Höhepunkt findet.

Paulus sagt noch einen wichtigen Satz, die Begründung und das Vorbild: „WIE Christus euch angenommen hat“. Jesus hat die Aufnahme nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Sie galt nicht nur zu seinen Lebzeiten, sondern sie gilt bis heute. Sie gilt uns allen mit unseren verschiedenen Glaubens- und Lebensstilen.

Was hindert uns dann, einander gegenseitig als Angenommene anzunehmen?

Ich wünsche mir, dass sich viele Gemeinden mit diesem Wort intensiv beschäftigen. Wir haben ja dieses Jahr das Festjahr 2015 hier in unserer Stadtmission. Da soll uns weiterhin die Jahreslosung begleiten.

Denn dieses Wort hat auch eine Verheißung. Durch das, was Jesus getan hat, wird Gott gelobt, weil es Gottes Willen entspricht.

Wenn wir einander auf- und annehmen in der Verschiedenheit unseres Glaubens- und Lebensstils, wird auch durch uns Gott gelobt. Leben zum Lob Gottes. – dies ist nicht immer leicht, aber immer gut.

AMEN
Auszug aus der Predigt von

Heinz Lämmer vom 4.1.2015






Wieder KIFA-Töpfern in der Stami


Im Rahmen der „Woche der Zeitung“ veranstaltete die Oberhessische Zeitung (OZ) vom 27.10. bis 1.11.14 das Kinder- und Familienfestival (KIFA). Auch wir als Evangelische Stadtmission waren wieder einmal mit einem Töpferkurs für Kinder vertreten.


Heiteres Basteln in zwei verschiedenen Varianten! Das war es auch dieses Mal wieder. Das Gestalten mit Ton ist so vielseitig, dass die jeweils zwei Stunden vom 27.10. bis 31.10.2014 wie im Flug vergingen. Für mich immer wieder eine Herausforderung! Auf jedes Kind gehe ich ein, um nachzufühlen, was es mit Herz und Händen darstellen möchte.

Während des Töpferns (auch Oma und Mama waren manchmal mit dabei), gab es vielfach erfrischenden Austausch.

Sie wollen nächstes Jahr wiederkommen, um zu töpfern, aber auch um sich erneut „Kinderkärtchen“ von der Marburger-Medien Stiftung mit Gebeten oder Liedversen mitzunehmen. Ich freue mich drauf.

Anita Lämmer




OZ-Presse:

Einige beliebte Standards, die bislang immer gut frequentiert waren. Dazu zählen zum Beispiel die beliebten Töpferkurse in der Alsfelder Stadtmission.“





Rund um Bücher und Kalender


Wie in den vergangenen Jahren, so haben wir auch dieses Jahr wieder unsere Türen für Besucher der Buch- und Kalenderausstellung geöffnet. Vom 25.10. bis zum 1.11.2014 konnte in aktuellen Neuerscheinungen an Romanen, informativen Sachbüchern, vielen Bibelübersetzungen und einer großen Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern gestöbert werden. Eine Auswahl an über 300 verschiedenen Kalendern und vielseitige Geschenkideen für Weihnachten rundeten das Angebot ab. Die Ausstellung wurde gut besucht und viele nutzten das Angebot sich zu informieren und mit den passenden Artikeln einzudecken. Auch die Kinder, die morgens das Töpfern bei Anita Lämmer besuchten, schauten herein oder kamen mit ihrer Mutter nochmals vorbei.

Helmut Köther, Geschäftsführer der Alphabuchhandlung, eröffnete die Ausstellung offiziell. Ein Abend mit interessanten Vorstellungen einzelner Bücher und Kalender sowie schöner Klaviermusik mit Sarah Euler machten die Ausstellung zu einer ganz besonderen Veranstaltung unserer Gemeinde. Wir beten, dass Gott mit den Kalendern und Büchern zu Menschen spricht und sie von ihm berührt werden.

Ein ganz herzliches Dankeschön an ALLE, die zum Gelingen beigetragen haben!!!

Eine andere schon lange zur Tradition gewordene Möglichkeit christliche Literatur weiterzugeben, ist der Alsfelder Weihnachtsmarkt. Vom 2. bis 3. Adventswochenende war auch in diesem Jahr unser Bücherhäuschen wieder am angestammten Platz auf dem Markplatz zu finden. Und wieder fanden viele, trotz der manchmal schlechten Wetterverhältnisse, den Weg zu uns, um ihren Kalender, ein besonderes Buch für die Weihnachtszeit oder ein Geschenk für das Enkelkind zu kaufen. Es ist jedes Jahr neu spannend, ob sich der Einsatzplan mit freiwilligen Mitarbeitern füllen lässt. Aber auch das hat wieder gut geklappt, viiiiielen Dank auch an dieser Stelle jedem Einzelnen für seinen Einsatz.

Ruth Siebeneich




Heilig Abend im Seniorenheim Rambachhaus


Es sind zahlreiche Senioren des Rambachhauses am 24.12.2014 um 14.00 Uhr gekommen. Helmut Euler, Margit Gerber sowie Heinz & Anita Lämmer gestalteten das Programm mit Liedvorträgen und weihnachtlichen Texten.

Voller Freude stimmten die Bewohner in die gemeinsam gesungenen Lieder mit ein. In räumlicher sowie in thematischer Hinsicht dienten die Krippenfiguren von einem Holzschnitzer aus der Rhön als Mittelpunkt des gemeinsamen Singens. Vor diesem Hintergrund gelang es Heinz mit dem folgenden Gedicht einen Bogen zum Kind in der Krippe zu schlagen:

GOTT KOMMT ZU UNS

in einem kleinen Kinde,

dass er mit den Verlorenen sich verbinde,

GOTT kommt zu uns.

Die Krippe und das Kreuz sind seine Zeichen.

GOTT kommt zu uns,

und unsre Trauer soll der Freude weichen,

denn GOTT lässt uns durch seine Liebe leben, dass wir sie andern liebend weitergeben.

GOTT KOMMT ZU UNS!“

Auch dieses Mal war die Weihnachtsfreude im Rambachhaus zu spüren.

Anita Lämmer



Neues von Gaubs


Nach fast zwei Jahrzehnten missionarischer Auslandstätigkeit in Japan kehrte Familie Gaub im letzten Jahr nach Deutschland zurück. Im Folgenden schildern sie, wie und wo es nun für sie weitergeht.


Liebe Geschwister,

vor kurzem fragte mich jemand, ob wir denn nun in Pension gegangen wären. Wir sind nicht pensioniert und haben auch unsere Missionsgesellschaft nicht verlassen. Wir sind weiterhin Missionare des WEC International (Weltweit im Einsatz für Christus).

Das Einsatzland hat sich verändert und damit auch die konkreten Aufgaben. Bisher war unser Schwerpunkt Gemeindebau. Nach einer Zeit des Reisedienstes und der Weiterbildung werden wir ab Januar 2015 in der Missionszentrale in Eppstein im Taunus mitarbeiten. Dort werden wir in den Bereichen Mitarbeiterbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt.

Das Missionshaus Eppstein ist die Basis und das administrative Zentrum des WEC International in Deutschland. Von hier aus werden die Arbeit im Inland und der Einsatz deutscher Missionare im Ausland koordiniert. Die Zentrale ist Sitz von Missionsleitung, Geschäftsführung, Kandidatenarbeit, Finanzverwaltung und Personalbetreuung. In Eppstein findet die Orientierung neuer Mitarbeiter statt. Die Missionszeitschrift „Weltweit“ wird hier konzipiert und von Eppstein aus versandt. Das Missionshaus ist auch ein Ort des Gebets. Regelmäßig wird für die Missionare und die Einsatzgebiete gebetet. Zu den monatlichen Gebetstagen sind Gäste herzlich willkommen.

Jürgen Gaub und Familie



Für Gott unterwegs in Rumänien

Der Lingelbacher Michael Bartsch, zurzeit Theologie-Student am Bibelseminar im schweizerischen Beatenberg, hat im Oktober 2014 an einem missionarischen Auslandseinsatz der Missionsgesellschaft Operation Mobilisation (OM) in Rumänien teilgenommen. Im folgenden Bericht lässt er uns an seinen Erfahrungen teilhaben.

Liebe Geschwister und Freunde aus der Stadtmission Alsfeld!

Pace!

Pace (Aussprache: Paatsche) ist der rumänische Friedensgruß unter den dortigen Christen.

Es freut mich, Euch von unserem OM–Einsatz in Rumänien berichten zu dürfen.

Anreise:

Am Montag, dem 13.10.2014 machten wir uns um 6 Uhr morgens nach einer kurzen Gebetsrunde mit den Autos auf den Weg zum Basler Flughafen, um von dort nach Bukarest zu fliegen. Es verlief alles wie geplant und so kamen wir und unser Gepäck gut in Bukarest an. Dort wurden wir von einem OM-Mitarbeiter namens Michael Jordan und zwei jungen Erwachsenen aus der Gemeinde abgeholt. Vom Flughafen fuhren wir dann noch 45 Minuten nach Padureni. Als wir dort ankamen, bezogen wir unsere Gruppenzimmer über der Kirche. Wir schliefen in den Jugendräumen der Gemeinde. Erwartet und herzlich begrüßt wurden wir vom Pastor und seiner Familie und zwei Frauen aus der Gemeinde, die für uns gekocht hatten.



Aufgaben und Aktivitäten während des Einsatzes:

Am nächsten Morgen begann nun der erste volle Tag in einem fremden Land mit fremder Kultur und fremden Menschen. Jeden Morgen trafen wir uns mit der Gemeinde und einem Gastredner (meist ein Pastor aus Rumänien), der die Bibelstunde hielt. In dieser Zeit nahmen wir den 1. Timotheus-Brief durch. Dort fingen schon die Unterschiede zu unserer westeuropäischen Art an, denn bei der Textlesung erhoben sich alle und blieben stehen, bis diese fertig vorgelesen wurde. Da merkten wir schon, wie viel Ehre hier dem Wort Gottes gegeben wird. Während dieser Bibelstunde sangen wir meist ein bis zwei deutsche und dann rumänische Lieder. Nach der Textlesung gab einer von unserer Gruppe der Gemeinde noch sein Lebenszeugnis, wie er zum Glauben an Jesus gekommen ist und was sich seit dem alles geändert hat.

Danach hatten wir Freizeit bis zum Mittagessen, in der wir noch Programmpunkte vorbereiten oder uns ausruhen konnten. Nach dem Mittagessen hatten wir meist einen Gottesdienst und ein Jugend- oder Kinderprogramm. Dies fand in den Gemeinden in der Umgebung statt und zweimal in der Gemeinde, in der wir untergebracht waren. Für diese zwei Programmpunkte hatten wir zwei Teams, eins hat das Kinderprogramm gemacht, meist mit den Kindern einige Lieder gesungen, eine Geschichte erzählt und zum Schluss noch mit den Kinder etwas gebastelt. Im anderen Team, in dem ich war, haben wir uns am Gottesdienst beteiligt. Unsere Aufgaben, für die wir uns schon in Beatenberg vorbereitet hatten, waren Lebenszeugnis geben, Gebetsandacht und eine Predigt halten. Jede dieser Aufgaben durfte ich in der Zeit in Rumänien erfüllen.

[…] Auf die Gebetsandacht habe ich mich gefreut, da hatte ich sogar zwei vorbereitet: eine über 1. Timotheus 2; dort geht es ja auch ganz praktisch um das Gebet. Die andere war über Römer 12, 1- 21. Dabei hat mir Freude gemacht, erst über den Text zu reden und danach in das gemeinsame Gebet zu führen und die Gebetszeit mit einem Gebet abzuschließen. Bei der Predigt hingegen war es schwer, da ich so etwas zum ersten Mal machte und dann auch noch auf Englisch, da die Übersetzerin nur Englisch und Rumänisch kann. Da war ich echt froh, als ich dies hinter mit hatte.

Es war eine schöne Erfahrung, dass man auch – anders als von zuhause gewohnt – eine super Predigt haben kann. Hier wurden einfach einige Bibelverse genommen und dann möglichst viele Beispiele dazu aus dem eigenem Leben erzählt, damit auch die einfacheren Leute im Roma-Dorf oder in einem anderen rumänischen Dorf, wo viele nicht lesen können, möglichst viel von Gottes Wort mitnehmen können.

[…] Was mich danach echt überwältigt hat, war die Tatsache, dass so viele Leute auf uns zukamen und sich für den Dienst, den wir getan hatten, bedankten. Dies taten sie in so einer Liebe, dass wir überwältigt waren, wie sehr sie sich darüber freuen, dass junge Leute zu ihnen kommen und mit ihnen gemeinsam Gottesdienst feiern und ihnen dienen. Uns hat es auch umgehauen, dass sie sich in Gebäuden treffen, die noch voll in der




Bauphase sind, wo noch Wände, Fenster oder Boden fehlen, und die Menschen sich dort treffen, um Gemeinschaft zu haben und Gott die Ehre zu geben.

Haus- und Krankenbesuche:

Insgesamt waren wir dreimal unterwegs im Dorf Padureni. Einmal waren wir im Dorf unterwegs, um mit den Menschen dort über den Glauben zu reden. Da war es echt cool zu sehen und zu erleben, dass Evangelisation direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Bei den Gesprächen waren wir auch gefordert, konnten den Menschen dank Übersetzer Fragen stellen, ihnen Antworten geben und ihnen aus unserem Glaubensleben erzählen.

Bei den Krankenbesuchen war es so ergreifend zu sehen und mitzuerleben, wie bibeltreu sie Botschaften anwenden. Denn wir knieten uns zusammen hin, dann nahm der Pastor Öl aus Israel und machte damit ein Kreuz auf der Stirn des Kranken und dann beteten wir zusammen mit Handauflegung für die Person. So wie es auch im Jakobusbrief steht, wenn ich mich richtig erinnere. Zum Schluss sprach der Pastor den Kranken (oder allen) noch einen Bibelvers zu. Wir haben bei zwei Personen gesehen, wie es ihnen nach dem Gebet schon gleich etwas besser ging.

Es war eine großartige Erfahrung. Es hat am Anfang zwar etwas Überwindung gekostet, sich voll auf das Ungewohnte einzulassen, aber es hat sich gelohnt, so den Menschen dort und Christus zu dienen. […]



Abschließende Worte:

Es war eine beeindruckende Erfahrung und hat viel Freude gemacht, als Gottes Werkzeug anderen Menschen dienen zu dürfen. Gerne hätte ich noch etwas praktisch geholfen beim Weiterbau der Gemeindehäuser oder auch Familien, die in einem Haus leben, das sehr kaputt ist.

Wir haben sehr viel den Menschen dort gedient in Form von Gottesdiensten, dies hat ihnen geholfen und sie gestärkt ihren Glauben zu leben. Der Einsatz hat mir sehr gut getan. Ich fand es sehr bereichernd, eine andere Kultur kennen zu lernen und zu sehen wie sie Gottesdienst feiern. Der Abschied viel mir echt schwer, diese tollen Menschen dort zurückzulassen. Es war eine kurze und intensive Zeit und ich würde so etwas gerne noch einmal machen, dann gerne auch mit praktischem Helfen und Weitergabe des Gotteswortes.

Danke, dass ich euch etwas von meinem Einsatz in Rumänien mitteilen durfte. Ich hätte gerne noch mehr geschrieben und ausführlicher euch von bestimmten Programmpunkten erzählt. Das kann ich, wenn es euch interessiert auch persönlich erzählen, wenn ich mal wieder bei euch bin.

Michael Bartsch

Wechsel in der Gemeindeleitung


Im Gottesdienst am dritten Advent (15.12.) wurden die Mitglieder, die dem ehemaligen Mitarbeiterrat angehörten, verabschiedet und die Mitglieder der neuen Gemeindeleitung für ihr Amt gesegnet.

Diesem Tag ging ein längerer Prozess der Findung, des Betens, Beratens bis zur Berufung voraus. Nach vielen Gesprächen stand fest, dass eine Wahl für die neue Gemeindeleitung wegen zu weniger Bewerber nicht stattfinden kann. Daraufhin wurden die fünf Mitglieder aus der Gemeinde, die sich bereit erklärt haben für die Gemeindeleitung zur Verfügung zu stehen, in der Mitgliederversammlung am 16.11. berufen. In dieser Mitgliederversammlung wurde auch zwischen den beiden Gemeindeleitungsmodellen, die in der Gemeindeordnung des Chrischona Gemeinschaftswerkes verankert sind, entschieden. Um künftig effektiver und zeitsparender arbeiten zu können gibt es hier in der Stadtmission Alsfeld eine Gemeindeleitung, keinen extra Ältestenrat und Mitarbeiterrat mehr.

Die neue Gemeindeleitung besteht aus Wilfried Clemens, Jürgen Engelhard, Renate Grebe, Heinz Lämmer, Ruth Siebeneich und kraft seines Amtes Edmund Siebeneich als Gemeinschaftspastor. Aus dem letzten Mitarbeiterrat wurden verabschiedet: Bärbel Löchel, Ruth Müller, Riki und Christian Otto, Gernold Roth, Ria Schmehl und Andrea Stehr. Wir danken allen ehemaligen Mitarbeiterräten von Herzen für ihren Einsatz, für ihre Gaben, für alles Mittragen an Verantwortung und alle Kreativität, die sie in die Leitung der Gemeinde mit eingebracht haben.

Der neuen Gemeindeleitung wünschen wir viel Kraft und Weisheit, viel Sensibilität und das Hören auf die Stimme Gottes und ganz viel Freude hier in Alsfeld Gemeinde mitzubauen.

Ruth Siebeneich


Danke! Danke! Danke!


Und wieder ist ein Jahr vorbei und ich möchte mich bei allen Spendern/innen und Gebern/innen bedanken. Jeder Beitrag hat weitergeholfen alle Rechnungen, Personalkosten etc. zeitnah zu begleichen. Auch wenn es in der Jahresmitte ein wenig eng wurde und die Hoffnung schwand 2014 bei unserem Gemeindedarlehn wieder eine Tilgung vornehmen zu können, durften wir doch am Jahresende ca. 7500,00 € tilgen.

In dem Diagramm habe ich versucht die Ein- und Ausgaben für das Jahr 2014


einmal gegenüberzustellen. Unsere Ausgaben für unser Festjahr werden für die monatlich anfallenden Ausgaben gleich bleiben; aber die Stadtmission Alsfeld hat einige besondere Veranstaltungen in Planung, die auch finanziell gestemmt werden müssen. Deshalb jetzt schon meine Bitte weiter fröhlich auch die finanzielle Seite nicht zu vergessen, damit alle Rechnungen bezahlt werden können.

Renate Grebe




Gedanken zum Festjahr 2015

"Nehmt einander an,

gleich wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob" (Römer 15, 7)

Ein solches Wort verpflichtet!

Ein solches Wort nimmt die Befindlichkeiten und reicht uns immer wieder die Hände zum gemeinsamen Unterwegssein.

Dass Christus uns angenommen hat, ist das größte Geschenk, das wir Menschen jemals bekommen können.


  • geliebt von Gott – bedingungslos.

  • Vergebung der Schuld empfangen

  • immer wieder neu anfangen können

  • ohne Belastung in ein neues Jahr starten und neue Erfahrungen machen können

  • und vor allem feiern.

Was für Aussichten!

Feiern, weil wir nun schon 20 Jahre in unserem neuen Gemeindezentrum im Walkmühlenweg 1d uns als Gemeinde treffen und Gottesdienst feiern dürfen.

Feiern, weil Gott gesegnet hat und uns bisher die Mittel gab, um so ein Zentrum zu erhalten und einen guten Treffpunkt zu haben für alle Veranstaltungen innerhalb der Woche bzw. eines Jahres.

Feiern und uns freuen über jeden Einzelnen, der von Gott in diese Gemeinde geführt wurde und Heimat gefunden hat. Wir freuen uns über viele junge Familien mit ihren Kindern, die viel Leben ins Gemeindezentrum bringen. Es tut einfach gut, schon von den Kleinen zu hören: "Mama, wann gehen wir wieder im Gemeindezentrum spielen?"

Um Gott zu feiern, wollen wir den ein und anderen Höhepunkt im Jahr 2015 begehen und noch viele dazu einladen, dass auch sie Jesus besser kennen lernen können.

Ich wünsche uns allen ein behütetes neues Jahr und ein mit vielen tollen Begegnungen gesegnetes Festjahr 2015.

Ihr / Euer E. Siebeneich






Das Festjahr im Überblick:



Die Evangelische Stadtmission lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:

Sonntag, 15 Febr. um 10:30 Uhr Eröffnung des Festjahres mit E.Siefkes (Regionalleiter CGW), anschließend: gemeinsames Mittagessen

Sonntag, 8. März um 10:00 Uhr Gottesdienst „175 Jahre Chrischona International“ – Liveübertragung der Festveranstaltung von St. Chrischona

Sonntag, 3. Mai um 19:00 Uhr Jubiläumskonzert mit Albert Frey & Band (siehe auch Portrait nächste Seite)

Sonntag, 7. Juni um 10:30 Uhr Jubiläumsfest mit Wieland Müller (1. Vorsitzende CGW) – im Anschluss: festliches Buffet

Samstag, 11. Juli 2015 Hessischer Familientag (mit Kutschfahrt, Spielstraße, Kaffee und Kuchen etc.)

27. – 31. Oktober 2015 Buch- & Kalenderausstellung

Samstag, 21. November 2015 Musikalischer Abschluss des Festjahres mit dem Alsfelder Konzertchor & dem Alsfelder Kammerorchester

Ev. Stadtmission Alsfeld, Walkmühlenweg 1d, 36304 Alsfeld

Tel.: 06631-3461; E-Mail: edmund.siebeneich@chrischona.org:

www.stami-alsfeld.de





Das Portrait: Albert Frey


„Anker in der Zeit“, „Wo ich auch stehe“, „Freude, die von innen kommt“, „Lebensgrund“, „Siehst du das Lamm“, „Land der Ruhe“, „Alles was atmet“, „Zwischen Himmel und Erde“, „Für den König“, „Urklang“ – schon mal gehört, schon mal gesungen? Viele Frey-Songs prägen eine neue deutschsprachige Lobpreiskultur. Kunstvoll und nachvollziehbar bringen seine Texte und Melodien ewige Wahrheiten für unsere Zeit zum Ausdruck. Seine Alben erfreuen sich bei Hörern unterschiedlicher Altersstufen und Lebensgeschichten ungebremster Beliebtheit. Und das seit vielen Jahren. Auch live finden sich in seiner einladenden Art die unterschiedlichsten Menschen wieder.

Albert Freys aktuelles Soloalbum heißt „Tiefer sehen“. Es zeigt seine über Jahre gesammelten Lebens- und Glaubenserfahrungen in einem freundlichen Gottes- und Menschenbild. Lieder, die mitnehmen in das Geheimnis der verborgenen Welt Gottes.

Lobpreisleiter, Songwriter und Musikproduzent Albert Frey steht für einen ganzheitlichen Glauben, für Lobpreis mit Seele und Geist, für die Verbindung von Alt und Neu. Mit seinen Liedern lädt er ein auf eine innere Reise: tiefsinnig und seelsorgerlich, kantig, kämpferisch, frei und ausgelassen, dankbar und ehrfürchtig. Ziel ist die Begegnung mit Gott, das Ankommen in der Liebe des Vaters.

(Quelle: www.albert-frey.de)



Anlässlich des anstehenden Jubiläums („20 Jahre Gemeindezentrum“) geben Albert Frey & Band am 3. Mai um 19:00 Uhr in unseren Räumen im Walkmühlenweg 1d ein Konzert. Wir sind schon sehr gespannt und laden ganz herzlich zu diesem besonderen Abend ein.







Wir gratulieren allen

Geburtstagskindern mit Römer 8,31:

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein.“


Februar

02. Erika Hof, Eifa

03. Annemieke Dörr, Schwarz

03. Helmut Horst, Alsfeld

04. Reinhard Dörr, Schwarz

05. Christian Müller, Alsfeld

06. Stefan Groll, Alsfeld

08. Karl-Ernst Schmehl, Alsfeld

10. Hans Geisel, Hopfgarten

12. Ruth Pelech, Alsfeld

12. Theo Maximilian Groll, Alsfeld

14. Beate Schupp, Eifa

14. Bettina Heil, Alsfeld

20. Gerda Jentzsch, Romrod

20. Josefa Nitz, Alsfeld

21. Karin Pagels, Alsfeld

22. Walter Mertsch, Alsfeld

23. Harald Grein, Zell

24. Ilona Kurz, Altenburg

24. Thomas Schreiber, Hopfgarten



März

01. Elisabeth Kasper, Altenburg

01. Silas Gaub, Eppstein

01. Werner Müller, Butzbach (70. Geb.)

03. Sarah Euler, Romrod

03. Elke Ille, Altenburg

03. Laura-Sophie Müller, Frankfurt a.M.

07. Magdalena Roth, Liederbach

09. Alena Dörr, Alsfeld

10. Alexander Bockshorn, Alsfeld

11. Ingrid Müller, Butzbach

11. Helmut Euler, Romrod

13. Ruth Müller, Alsfeld

13. Simone Purr, Romrod

14. Ralf Schneider, Alsfeld

16. Lieselotte Oestreich, Alsfeld (90. Geb.)

18. Matthias Schmidt, Fischbach

18. Herbert Diestelmann, Alsfeld

23. Mika Linus Fischer, Alsfeld

24. Martin Hoffmann, Brauerschwend

27. Anke Groll, Alsfeld

29. Lydia Reichenberg, Schwarz (85. Geb.)

30. Norbert Dörr, Schwarz
April

02. Gisela Eichenauer, Brauerschw.

02. Tasso Uhde, Alsfeld (90. Geb.)

03. Irma Dörr, Schwarz

05. Nathanael Gaub, Eppstein

07. Tobias Rönsch, Lingelbach

08. Angelika Herrmann, Altenburg

13. Vanessa Grebe, Schwarz

13. Anabel Konle, Ruhlkirchen

19. Hans-Walter Müller, Alsfeld

21. Elma Laufer, Lingelbach

22. Daniel Siebeneich, Alsfeld

24. Matthias Hauck, Alsfeld

26. Lana Luise Geisel, Hopfgarten

26. Elisabeth Weisbach, Hattendorf

28. Carlo Hoffmann, Brauerschwend



29. Thomas Müller, Alsfeld






Wie immer freuen wir uns sehr über die Aufnahme von neuen Mitgliedern, wie hier im Oktober 2014 das Ehepaar Motzkus.




Fleißiger Helfer von klein bis groß beim Verpacken für „Weihnachten im Schuhkarton“






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