Pro und Contra-Dialog zur Waffeninitiative



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Sana10.09.2017
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Pro und Contra-Dialog zur Waffeninitiative

Am vergangenen Sonntag lud der Schützenverein und die SVP Grossdietwil mit ihrem Präsidenten und Kantonsrat Christian Graber zu einem Pro-Contra Dialog zur Waffeninitiative ein. Geleitet wurde die Diskussion durch Bernhard Achermann, Präsident SVP Amt Willisau. Für ein Ja zur Waffeninitiative referierte Ivan Sucic, Vorstand der JUSO Luzern. Für ein Nein warb CVP Nationalrat Ruedy Lustenberger. Als Gast wurde die Schützenweltmeisterin über 300m, Bettina Bucher aus Hitzkirch eingeladen. Rund 40 Interessierte besuchten den Anlass.

Mit 300 Schusswaffentoten pro Jahr, sei ein zentrales Waffenregister und somit ein Ja zur Waffeninitiative nötig, so Herr Sucic. Weiter erläuterte er, dass die Heimabgabe ursprünglich für eine rasche Mobilisation gedacht war und auf Grund der heutigen Bedrohungslage der Schweiz diesem Zweck nicht mehr diene. Ein zentrales Waffenregister könne den Missbrauch von Waffen verringern und ein effizienteres Vorgehen der Justiz ermöglichen. Zudem sei es so, dass bei einer Suizidgefährdeten Person, die Wahrscheinlichkeit eines Suizids umso grösser ist, wenn eine Waffe griffbereit sei. Solchen Affekthandlungen möchte vorgebeugt werden. Weiter erläuterte er, dass Jäger und Sportschützen nicht vom Verbot von Waffen betroffen seien, da diese explizit von den Regelungen ausgenommen seien.

Dass die eigenen Bürger zur Zielscheibe des Staates werden und somit faktisch ein Waffenmonopol für Kriminelle geschaffen werde, bewegt Herrn Lustenberger für ein Nein zur Waffeninitiative. Die bestehenden kantonalen Waffenregister seien ausreichend und die Errichtung eines zentralen Waffenregisters koste nur viel Geld. Bereits die heutigen verschärften Gesetze regeln den Umgang mit Waffen bereits in ausreichender Weise. Weiter würde die Initiative an den Grundfesten der bewaffneten Neutralität der Schweiz rütteln. Die Vertrauensgrundlage zwischen Staat und Bürger würde zerbrochen. Besonders besorgt zeigte er sich über die längerfristig negativen Folgen für die Schützenvereine, welche wohl eine Einbusse von derzeit rund 150‘000 Mitglieder auf noch 30‘000 hinnehmen müssten.



Die Schützenweltmeisterin Bettina Bucher erklärte anschliessend den Gästen Ihre Sichtweise zur Waffeninitiative und betonte, dass Schiesssport eine hohe mentale Konzentration und eine gute körperliche Verfassung erfordere.

Simon Ineichen, Gettnau

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