Pro-Contra Diskussion zur Anpassung des Mindestumwandlungssatzes (bvg)



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Sana10.09.2017
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Pro-Contra Diskussion zur Anpassung des Mindestumwandlungssatzes (BVG)
Am vergangenen Sonntag referierten Nationalrat Josef Kunz (SVP, Luzern) für ein Ja und Nationalrat André Daguet (SP, Bern) für ein Nein über die Senkung des Mindestumwandlungssatzes. Organisiert wurde der Anlass von der SVP Grossdietwil.

Herr Kunz erklärte, dass die Pensionskassen wegen des gestiegenen Durchschnittsaltes zu hohe Renten ausbezahlen, wodurch das angesparte Kapital nicht über die ganze Rentenbezugszeit ausreichen würde. Defizite der Kassen, müssten somit durch das Kapital der Erwerbstätigen gedeckt werden. Anderenfalls müsste der Staat für das Defizit aufkommen, was wiederum die erwerbstätige Bevölkerung belastet. Dass die Verwaltung zu viel kostet, bestritt Herr Kunz nicht. Generell seien diese zu teuer, weshalb dies nicht als ein Argument für eine Ablehnung der Initiative zu betrachten sei.

Herr Daguet bezeichnete die Vorlage als unnötig, überflüssig und falsch. Bereits 2003 habe man den Umwandlungssatz gesenkt, um der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Hingegen würde jetzt die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung nicht mehr steigen, wodurch dieses Argument verfehlt sei. Er kritisierte auch, dass trotz guten Renditejahren in der Vergangenheit, der Umwandlungssatz nie erhöht worden sei, sondern nur immer gesenkt. Durch eine Senkung des Satzes würde man Rentenklau in gravierendem Ausmasse begehen. Zudem seien die Verwaltungskosten definitiv zu gross.

Unter den rund zwei Dutzend Gästen war man sich uneinig, ob die Initiative abzulehnen oder anzunehmen sei. Dass die Kassen nicht in die roten Zahlen geraten sollen, ist sehr wohl begreiflich. Andererseits wollen hohe Verwaltungsgebühren und Spekulationen auf Kosten der ersparten Pension nicht hingenommen werden. Darüber hinaus sind viele Gäste dankbar dafür, dass ihm Rahmen dieser Veranstaltung die eigene Meinung geäussert werden dürfe. Es war überhaupt eine sehr spannende und ausgewogene Diskussion.


Simon Ineichen, Gettnau

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